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Titelcover der aktuelle Ausgabe 5/2017 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Aus aktuellem Anlass:
PDF «Die Bundestagswahl 2017 und die Christen»

Ein Redaktionsgespräch mit Hans Maier
(Vorabveröffentlichung aus Heft 6/2017 der IKaZ Communio)



Unsere aktuelle Ausgabe 5/2017 zum Thema
«Gewissen»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Herbert Schlögel
GEWISSSEN

Zu den zentralen Themen des guten und richtigen Handelns gehört das Gewissen. Dieser «komplexe(n) Erscheinung», wie die Deutschen Bischöfe im Erwachsenenkatechismus Leben aus dem Glauben (KEK 2, 120) das Gewissen charakterisieren, kann in einem, diesem Grundbegriff gewidmeten Heft nur mit einigen Aspekten näher gekommen werden. Dabei ist das Gewissen verständlicherweise immer wieder in dieser Zeitschrift zur Sprache gebracht worden. Besonders hervorzuheben ist aus dem ersten Jahrgang 1972 der Beitrag des Mitbegründers der Communio, Joseph Ratzinger: «Das Gewissen in der Zeit. Ein Vortrag vor der Reinhold-Schneider-Gesellschaft.» Für den späteren Papst Benedikt XVI. gilt es als erstes an die Erfahrung aus der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern, dass totalitäre Systeme das Gewissen ausschalten, ja zerstören wollen, um eine «totalitäre Gefolgschaft» (432) zu erhalten. Umgekehrt kann das Gewissen – zweitens – auch als Alibi dienen, um seine eigene «Verranntheit» und «Unbelehrbarkeit» (435) zu rechtfertigen. Deshalb bedarf drittens «der Gewissensbegriff der ständigen Reinigung und die Beanspruchung des Gewissens wie die Berufung darauf einer behutsamen Redlichkeit, die weiß, daß man das Große mißbraucht, wenn man es voreilig auf den Plan ruft» (435). Als viertes sieht Ratzinger im Gewissen die Anerkenntnis der Geschöpflichkeit des Anderen wie der eigenen Geschöpflichkeit. Darin wird die Grenze jeder irdischen Macht gesehen, auch wenn das Gewissen manchmal ohnmächtig ist.
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Leseprobe 1
Thomas Söding
DIE STIMME DES HERZENS
Das Gewissen im Neuen Testament

Die Erzählung von der Ehebrecherin, die auf verschlungenen Wegen in das Johannesevangelium gefunden hat (Joh 8, 1–11), beschreibt eine glückliche Wendung, weil Jesus dafür eintritt, dass die Frau nicht wegen ihrer Sünde sterben muss. An der kritischen Stelle, da es zum Schwur kommt, fordert er die Ankläger auf: «Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein» (Joh 8, 7). Daraufhin, heißt es, räumen sie, einer nach dem anderen, das Feld; in einer Textvariante steht zu lesen: «von ihrem Gewissen überführt» (Joh 8, 9). Die Bezeugung durch antike Handschriften ist so schwach, dass die Wendung nicht als Teil der ursprünglichen Version belegt ist; sie ist eine nachträgliche Ergänzung. Sie ist aber so charakteristisch, dass sie die Augen für das zu öffnen vermag, was im Neuen Testament «Gewissen» (syneidesis) heißt.
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Leseprobe 2
Hermann Geißler
DAS GEWISSEN IST DER URSPRÜNGLICHE STATTHALTER CHRISTI»
Ein Blick auf Newmans Lehre über das Gewissen

Zu den wichtigsten und schönsten Texten, die uns John Henry Newman hinterlassen hat, gehören seine Schriften über das Gewissen. Nicht zufällig wird er gelegentlich Doctor conscientiae – Lehrer des Gewissens genannt. Es ist offenkundig, dass dem Gewissen im Selbstverständnis des modernen Menschen, auch innerhalb der Kirche, eine entscheidende Bedeutung zukommt. In den vergangenen Jahrzehnten haben Lehramt und Moraltheologie die Würde und die Freiheit des Gewissens wiederholt bekräftigt. Zugleich warnen sie vor der Gefahr subjektivistischer Entstellungen, in denen das Gewissen – gleichsam als Gegenschlag zu einem einseitig deduktiven Verständnis neuscholastischer Prägung – mit der persönlichen Meinung oder dem subjektiven Gefühl verwechselt wird.
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Leseprobe 3
Eberhard Schockenhoff
DAS KIRCHLICHE EHEVERSTÄNDNIS UND DIE «EHE FÜR ALLE»

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag«Man nennt einen Tisch auch nicht Stuhl» – mit diesen Worten verteidigte die damalige Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, die SPD-Abgeordnete Margot von Renesse die Entscheidung des Deutschen Bundestages vom 16. Februar 2001, ein eigenes, von der Ehe verschiedenes Rechtsinstitut einer eingetragenen Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare zu errichten, dessen rechtliche Bindungswirkungen eheanalog ausgestaltet waren. Während die deutsche Verfassungsrechtswissenschaft ein solches eheähnliches Institut, das sich von der Ehe nur noch dem Namen nach unterschied, damals mit Art. 6 GG mehrheitlich für unvereinbar hielt, fanden sich in der Literatur vereinzelt auch andere Stimmen. So glaubte Eva Marie von Münch, einer auf Dauer angelegten, das Ganze der Person umfassenden Lebensgemeinschaft zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern die Zuerkennung eines «gewissen Ordnungsrahmens» nicht verweigern zu dürfen, für den auch die Bezeichnung als Ehe «keine Schwierigkeiten» bereiten sollte. Auch aus der Sicht ihrer damaligen Minderheitenposition zeigte sie sich jedoch davon überzeugt, dass dies ein weitreichender Bruch mit der bisherigen Verfassungsauslegung wäre: «Die Väter und wenigen Mütter des Grundgesetzes hatten das bestimmt nicht im Sinn. Auch trägt das Ehe- und Rechtsbewusstsein in der Bundesrepublik dies derzeit wohl (noch?) nicht.»1
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