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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 4/2017 zum Thema
«Garten»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Andreas Bieringer
GARTEN

«Der Ort im Kloster, wo man Gott am nächsten ist, ist nicht nur die Kirche, sondern der Garten, dort erfahren die Mönche ihr größtes Glück.» Dieses Zitat stammt nicht etwa aus der Barockzeit, in der gerade die Klöster mit besonders prunkvollen Gartenanlagen ausgestattet waren. Der Weisheitsspruch wird vielmehr dem frühchristlichen Mönchsvater Pachomius († 346) zugeschrieben, der am Beginn des vierten Jahrhunderts in der ägyptischen Wüste die erste Klosterregel des Christentums, die als ‹Engelsregel› bekannt ist, verfasste. Dass Kirche und Garten als genuine Orte der Gotteserfahrung für das spätantike Christentum so eng miteinander verbunden waren, wird für die nachfolgenden Generationen des Christentums keine Selbstverständlichkeit mehr sein. Peter Hersche, Schweizer Historiker und ausgewiesener Kenner der Kulturgeschichte des Christentums, betont am Beginn seines Beitrags für dieses Heft, dass die «christliche Religion und Gärten direkt gar nichts miteinander zu tun […] haben.»

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Leseprobe 1
Justina Metzdorf
«IM PARADIES DER ABSTURZ – IM GARTEN DIE RETTUNG»
Gedanken der Kirchenväter zum Motiv des Gartens in der Bibel

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Das Motiv des Gartens in der Heiligen
Schrift Es ist eine Eigenart der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der Septuaginta, dass sie für den Garten Eden das besondere Wort paradeisos anstelle des sonst üblichen kepos verwendet. Durch diese spezielle Wortwahl der Septuaginta bekommt jener Garten, in dem die Geschichte zwischen Gott und den Menschen beginnt, gegenüber allen anderen Gärten eine eigene Qualität: Als «Paradies» bezeichnet die griechische Bibel den Garten, in dem die Welt noch in Ordnung ist. Das Paradies, der Garten Eden, ist der «Garten Gottes» (Ez 28, 13); er steht in der Heiligen Schrift als Symbol für die Schöpfung vor dem Sündenfall. An zahlreichen Stellen des Alten Testaments begegnet der «Garten» als Chiffre für den heilvollen, geordneten Lebensraum, den Gott schenkt und in dem er als Gärtner selbst wirkt. In diesen Bildzusammenhang gehört als Gegensatz zum Garten Gottes der verwüstete, öde, vertrocknete und unfruchtbare Garten, die «Wüste», die im Alten Testament als Symbol des Chaos, des Unheils, der Zerstörung, der Lebensfeindlichkeit und der Gottferne erscheint. Gottes Heilsverheißungen dagegen bedienen sich häufig der Bilder und Symbole aus der Welt des Gartens.

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Leseprobe 2
Peter Hersche
CHRISTENTUM UND GÄRTEN IM EUROPA DER FRÜHNEUZEIT

Auf den ersten Blick scheinen christliche Religion und Gärten direkt gar nichts miteinander zu tun zu haben. Höchstens lässt sich ein negativer Zusammenhang herstellen, nämlich die Vertreibung des ersten Menschenpaares aus dem Garten des Paradieses. Im folgenden geht es daher darum, historische Gartenanlagen im Rahmen von Institutionen und Personen mit christlichem Hintergrund in Augenschein zu nehmen. Zeitlich liegt der Schwerpunkt auf der Neuzeit, räumlich im katholischen Europa. Die letztere Einschränkung hat mehrere Gründe. Zunächst einmal die banale Tatsache, dass die protestantischen Länder vornehmlich im Norden liegen, die katholischen – und man ist hier versucht zu sagen, die «erzkatholischen» – in den Mittelmeerländern, im deutschsprachigen Raum auch eher im Süden. Nun leuchtet es ein, dass dort aus rein klimatischen Gründen der Reichtum an Nutz- und Schmuckpflanzen in Gärten, welcher Art auch immer, größer sein kann als im frostigen Skandinavien oder in Schottland. Konkurrieren mit dem Süden könnten allenfalls die bekannten englischen Gärten. Diese sind aber eine neuere Erscheinung, finden sich geographisch meistens in der milden Landschaft Kent und zeichnen sich vor allem durch ihre Blumenpracht aus.

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Leseprobe 3
Sebastian Kleinschmidt
SCHMERZ ALS ERLEBNIS UND ERFAHRUNG
Deutungen bei Ernst Jünger und Viktor von Weizsäcker

Was Schmerz ist, was Schmerzen sind, wussten Menschen schon immer, ausgenommen das Ursprungspaar im Garten Eden. Denn dort, an dieser denkwürdigen Stätte des Glücks und der Seligkeit, gab es keinen Leidzustand, kein Übel, nicht Mühsal und nicht Furcht. «Im Fleische höchste Gesundheit, im Geiste volle Ruhe», wie das unübertreffliche Wort von Augustinus lautet. Das Paradies ist für allezeit verloren und mit ihm auch das Reich der Schmerzfreiheit. Von Geburt an sind wir Vertriebene der Idylle, sind Wesen, denen Bitternis und Kummer ein Leben lang treue Begleiter sind. Doch nicht jeder, der erfahren hat, was Leid, was Wehleid ist, weiß das Wehleid auch zu sagen. Denn Schmerzendes bedarf nicht der Sprache, um sich kundzutun. Es hat andere Mittel des Ausdrucks und der Zeichengebung: Mimik, Blick und Geste, Wimmern, Weinen und Verstummen. Wehtun kann der Körper an fast jeder Stelle, wehtun kann die Seele auf fast jede Art. Schmerzen sind Zufügungen, egal ob von außen oder innen, gewaltsame Eindringlinge, bedrohliche Eroberer, die uns zu Fremdlingen machen im eigenen Haus. Sie bedrängen uns mit Stechen, Schneiden, Bohren, Brennen, Reißen, Ziehen, Kneifen, Hämmern, Drücken, Pressen oder Schnüren – je nach Art, Ort und Dauer der feindlichen Attacke.

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