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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Lehrstuhlvertretung Dogmatik/Dogmen-geschichte an der WWU Münster
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda, Theologiestudent

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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2016 zum Thema
«Barmherzigkeit»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Jan-Heiner Tück
BARMHERZIGKEIT
Vom Unbehagen an einer viel beschworenen Vokabel

Iustitia sine misericordia crudelitas est,
misericordia sine iustita mater est dissolutionis.

Thomas von Aquin, In Matth., 5, 2 (n. 429) 29.

Schon Johannes XXIII. gab 1962 in seiner Eröffnungsansprache zum II. Vatikanischen Konzil Gaudet Mater Ecclesia die Empfehlung aus, bei der Reform der Kirche die «Waffen der Strenge» schweigen zu lassen und die «Heilmittel der Barmherzigkeit» zu gebrauchen. Johannes Paul II. hat dem Thema des göttlichen Erbarmens seine zweite, immer noch lesenswerte Enzyklika – Dives in misericordia (1980) – gewidmet und den kirchlichen Festkalender durch den Sonntag der Barmherzigkeit erweitert. Auch Benedikt XVI. hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus ihr Antlitz gezeigt hat. In einer Ansprache von 2008 heißt es: «Die Barmherzigkeit ist der Wesenskern der Botschaft des Evangeliums, sie ist der Name Gottes selbst, das Antlitz, mit dem er sich im Alten Bund und vollends in Jesus Christus offenbart hat.» Aber erst unter Papst Franziskus ist der Begriff der Barmherzigkeit zur viel beschworenen Leit- vokabel im kirchlichen Diskurs und in der pastoralen Praxis aufgerückt. Kaum eine Ansprache, in der es nicht auch um Barmherzigkeit ginge!
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Leseprobe 1
Karl Kardinal Lehmann
BARMHERZIGKEIT – OHNE HEUCHELEI
Predigt im St.-Paulus-Dom in Münster am 04. März 2015

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragBarmherzigkeit ist besonders nach der Wahl von Papst Franziskus in der religiösen Sprache unserer Tage geradezu ein weit verbreitetes Schlagwort geworden. Nun ist es so wie bei ähnlichen Vorgängen: In der Tat kann man mit dem Wort Barmherzigkeit und auch Erbarmen etwas umschreiben, was bisher theologisch zu knapp behandelt worden ist; auf der anderen Seite verkommt das beste und schönste Wort, wenn es unüberlegt und eben wie ein Slogan verbraucht wird.
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Leseprobe 2
Thomas Söding
EINE FRAGE DER BARMHERZIGKEIT

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11–32)


Das Gleichnis vom verlorenen Sohn gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Gleichnissen Jesu. Viele wollen es eher «von der Liebe des Vaters» nennen. Desto besser passt es zum Thema der Barmherzigkeit. Aber ist die Parabel so klar? Wenn sie es wäre, hätte sie nicht eine so große Resonanz erzielt – bis tief in die Musik und in die Literatur hinein, in die Malerei und die bildende Kunst, Film und Fernsehen, Videos und Internet nicht zu vergessen. In den «Bekennt- nissen» Augustins ist das Gleichnis ebenso präsent wie in einer Erzählung über die Rückkehr des verlorenen Sohnes von Andre Gide und in Meditationen über den Weg des Glaubens von Charles Péguy. Vor der österlichen Bußzeit feiern die orthodoxen Kirchen den «Sonntag des verlorenen Sohnes». Das Gleichnis ist Kirchenschatz und Weltkulturerbe; es ist ein literarisches Meisterwerk und ein theologisches Fanal.
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Leseprobe 3
Jan Assmann
MOSE GEGEN HITLER

Die Zehn Gebote als antifaschistisches Manifest – zu Thomas Manns Novelle «Das Gesetz»


Mitten im zweiten Weltkrieg, als es darum ging, das eher isolationistisch eingestellte amerika- nische Volk für den Krieg gegen Deutschland zu motivieren und mobilisieren, gewannen die Zehn Gebote einmal höchste Aktualität. Ein amerikanischer Journalist plante einen Film über die Zehn Gebote, den er dann aber mangels ausreichenden Budgets als Buch realisierte: The Ten Commandments. Ten Short Novels of Hitler’s War against the Moral Code. Zehn prominente Schriftsteller wurden eingeladen, eine Kurzgeschichte zu einem der zehn Gebote beizutragen, darunter kein Geringerer als Thomas Mann, der das Erste Gebot behandeln sollte. Als Honorar wurden ihm $1 000 geboten, damals sehr viel Geld. Ziel des Buches war, die Welt über den wahren Charakter des Hitlerkriegs als eines Frontalangriffs auf die menschliche Zivilisation – Recht, Moral und Religion – überhaupt aufzuklären und aufzurütteln. Was Thomas Mann dann ablieferte, die Novelle «Das Gesetz», ging über die bestellte Kurzgeschichte weit hinaus. Sein Beitrag behandelte nicht nur das Erste Gebot, sondern den Dekalog insgesamt und verstand sich als eine umfassende Einleitung in das Projekt. Er war zwar in meinen Augen kein litera- risches Meisterwerk aber – das steht völlig außer Frage – die $1 000 durchaus wert, die ihm dafür bezahlt wurden.
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