«Frankfurter Allgemeine Zeitung» vom 24. April 2013: Schriftsteller der Nachkriegsmoderne zögern derzeit nicht, auf den Symbolbestand der katholischen Tradition zurückzugreifen. Der Publizist Franz Siepe bespricht das Literaturheft der COMMUNIO in der FAZ unter dem Titel «Katholische Literatur? - Marianisch».
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«Die Tagespost» vom 30. April 2013:
Schriftsteller schreiben wieder über Gott: Es gibt eine leise, aber doch vernehmbare, Renaissance katholischer Motive in der Gegenwartsliteratur. Über Berührungspunkte zwischen Religion und Literatur sprichtder Schriftleiter der COMMUNIO, Jan-Heiner Tück, mit der «Tagespost». (Lesen sie mehr...)
Unsere aktuelle Ausgabe 2/2013 zum Thema «Universität»
mit folgenden Beiträgen:
Editorial
Thomas Söding
Von Paulus, dem Patron der Wissenschaft, wird erzählt, dass er in Ephesus die Synagoge besucht und dort in allem Freimut vom Reich Gottes predigt, wie es auch Jesus selbst getan hat (Apg 19, 8). Das entspricht der üblichen Praxis des Missionars. Die Fortsetzung indes lässt aufhorchen: «Als sich aber einige verhärteten und verschlossen, indem sie den Weg vor der Menge schlechtredeten, trennte er sich von ihnen und sonderte seine Schüler ab und debattierte täglich in der Schule des Tyrannus» (Apg 19, 9).
Man muss nicht an einer Universität studieren oder einem jungen Menschen den Rat geben, dies zu tun, natürlich nicht. Warum stattdessen nicht eine grande école (oder eine vermeintlich solche), eine Berufsfachschule oder eine Ausbildung im dualen System bevorzugen? Oder vielmehr, warum nach dem Abschluss einer weiterführenden Schule überhaupt einen anderen (Aus)Bildungsweg wählen als einen solchen, der direkt in den Arbeitsprozess führt, an Ort und Stelle, «direkt in die Produktion», wie es noch in den Nachkriegsjahren hieß?
Viel wird zurzeit über die Universität gesprochen, über ihre Krise, über ihre Reform, über ihre Chancen und Herausforderungen. Das ist nicht neu. Gerade die Universität selbst thematisiert immer auch sich selbst: jenen Raum, den sie eröffnet und der in so vielfältiger Weise immer einen Ausnahmeraum darstellt, einen Raum, in dem Staat und Gesellschaft, Religion und Kultur nicht einfach vorausgesetzt oder in ihrer Geltung und in ihren Ansprüchen bestätigt, sondern immer auch hinterfragt werden, in dem das Leben des Geistes, so unproduktiv und sinnlos es für Außenstehende scheinen mag, sich nicht rechtfertigen muss und in dem, wie schwer dies auch immer sein mag, der Wahrheit und der Freiheit die Ehre erwiesen wird.
Christlicher Glaube spricht über das Wesen theologischer Vernunft, über die Universität und über den Platz der Theologie an Universitäten, indem er über Gott spricht. Sein Verständnis von Theologie und Universität stellt für den christlichen Glauben eine Erweiterung des eigenen Wissens davon dar, dass die grundlegende und umgreifende Realität aller kreatürlichen Akte und Ausdrucksformen des Lebens der dreieine Gott in seinen äußeren Werken ist.