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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
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Jan Heiner Tück Professor für dog-
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Julia Knop Lehrstuhlvertretung Dogmatik/Dogmen-geschichte an der WWU Münster
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Leseprobe 1
Karl-Heinz Menke
Balthasars «Theologie der drei Tage»
Jesu Gang zum Kreuz, zu den Toten, zum Vater
Hans Urs von Balthasar schöpft wie kein Zweiter aus den Schätzen der Religions-, Theologie-, Philosophie-, Literatur-, Musik- und Kunstgeschichte. Das zeigt sich auch in Auftragsarbeiten wie seinem 1968 verfassten Beitrag zu dem Sammelwerk «Mysterium Salutis». Dennoch sind die vielen eingestreuten Hinweise, Einzelbeobachtungen, Referate und Exkurse alles andere als Abschweifungen; denn all das dient dem Verstehen der «Ursynthese », dass ein Mensch, nämlich Jesus aus Nazaret, die Offenbarkeit Gottes selbst war.

Man hat Balthasar vorgeworfen, die gesamte Heilsgeschichte und besonders das Leben Jesu auf das Triduum Mortis zu verkürzen. Doch dieses Urteil wird ihm nicht gerecht. Denn es geht ihm nicht um eine Reduktion auf die letzten Tage, sondern um die Konvergenz der gesamten Heilsgeschichte im Triduum Mortis (285ff ). Deshalb spricht er gleich auf den ersten Seiten seines besagten Beitrags von der «‹typoshaften› Existenz Israels auf das Triduum Mortis hin» (137), von der «Ausrichtung der Menschwerdung auf die Passion» (134), von dem Zusammenhang zwischen Krippe und Kreuz, zwischen Fleischwerdung und Fußwaschung (139). Gestützt auf eine Fülle von Väterzitaten (140f) räumt er mit dem «in den Theologiebüchern verbreiteten Mythos auf, dass in der griechischen Theologie, im Gegensatz zur lateinischen, die ‹Erlösung› grundlegend im Akt der Menschwerdung erfolgte, der gegenüber das Kreuz nur ein Epiphänomen wäre» (142). Im Gegenteil: Das Kreuz ist aus doppeltem Grund die Signatur der Menschwerdung: (a) weil deren Ziel die Erlösung des gefallenen Menschen ist; und (b) weil die Menschwerdung die Selbstoffenbarung des trinitarischen Gottes ist.

1. Kenosis: Die Offenbarkeit des trinitarischen Gottes

Balthasar wendet sich gegen die Vorstellung, Gott-Vater bleibe vom Ereignis der Inkarnation unberührt, wohingegen der Sohn, obschon weiterhin wahrer Gott, Knechtsgestalt annehme. Wenn Gott sich in Jesus als er selbst offenbart, dann nicht nur die Person des Sohnes, sondern auch die des Vaters. Deshalb sagt Jesus im Johannesevangelium: «Ich und der Vater sind eins.» (Joh 10,30). Und: «Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.» (Joh 14,9b). Und: «Niemand kommt zum Vater außer durch mich.» ( Joh 14,6). Wenn Gottes Wesen als Kenosis oder Liebe (Richard von St. Victor) bezeichnet wird, dann nicht vorgängig zu den drei Personen bzw. Relationen von Vater, Sohn und Geist. [...]


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