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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 3
Arnold Stadler
DER GROßE VERZICHT
Lieber Herr Professor Tück,

als der Hubschrauber abhob und in Richtung Castel Gandolfo davonflog, dachte ich, entschuldigen Sie, auch etwas an James Bond, und glücklicher machte mich dieser Anblick nicht. (Wie hätte es einem, dem nicht alles egal ist, gefallen können. Den anderen konnte es egal sein.) Doch der Schmerz, den dieser Hubschrauber auslöste, vertrieb das Fernsehbild, das sich mir einfach nur aufdrängte.
Nun aber denke ich an jenen Astronauten, der als erster den Mond betrat. Es war ein kleiner Schritt, die Hubschraubertreppe hinauf und dann erst recht in Castel Gandolfo, von der letzten Balkontür weg – ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für einen Papst und für die Geschichte des Papsttums. Es war auch der sichtbare Beweis für einen unerhörten Mut, eine wohlüberlegte Konsequenz eines Menschen, der eher als Geistesmensch, als Zögerer in einer schnelllebigen und turbulenten Zeit bekannt war.

Mit diesem Schritt und dieser Tat hat er Neuland betreten. Es war am letzten Tag der alten Papstgeschichte. Denn so etwas hatte es – trotz Coelestin V., der ja Rom nie betreten hatte – bisher nicht gegeben.
Zu einem zentralen Dankgottesdienst in St. Hedwig am Abend wird auch Bundeskanzlerin Merkel erwartet. – DLF, 9 Uhr 30. Als wäre es Politik.
Die Bilder, die ich da gesehen habe, schmerzten mich, gerade weil es Fernsehbilder waren, mit denen sich Benedikt XVI. aus der großen Geschichte verabschiedete. So flog ein Papst über die «Ewige Stadt» hinweg, die einst seine gewesen war. Doch nach und nach dachte ich der Bitte, die Papst Benedikt – Joseph Ratzinger dem ersten Teil seines Buches «Jesus von Nazareth» vorausschickte, auch hier, in Sachen dieser unerhörten Begebenheit, zu folgen: «Ich bitte die Leserinnen und Leser nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt».

Die Sympathie, das Mitleiden: dies gewiss. Verständnis auch. Aber verstanden hatte ich diese atemberaubende Geschichte an jenem Abend noch nicht (vielleicht immer noch nicht ganz). Ich flüchtete zu meinem Liebling Johann Sebastian Bach: «Wer nur den lieben Gott lässt walten» hörte ich und rauchte eine Romeo und Julietta dazu.
Es war kein Karneval. Es war nur am Rosenmontag.
Der Papst, seit langen Jahren in Rom, machte sich zwar keine Illusionen über das, was in diesen Tagen passierte. Aber das, was er im Vatikan erlebte, war dann doch zu viel. Er zog sich auf seinen Glauben, auf das Fundament, zurück.

Bald darauf schrieben Sie mir:

Lieber Herr Stadler,
heute komme ich mit einer Einladung für Communio auf Sie zu. In der nächsten Nummer werden aus Anlass des überraschenden Papstrücktritts einige Stimmen versammelt. Sehr gerne hätte ich von Ihnen ein Wort der Würdigung: Was ist aus Ihrer Sicht der entscheidende Impuls, den Benedikt XVI. gegeben hat. Liturgie – Schönheit des Glaubens – Jesus-Buch... Ich wäre Ihnen […] sehr dankbar, wenn Sie mir dazu ein oder zwei Seiten schreiben könnten.
Nicht ohne Hoffnung grüßt Sie herzlich
Ihr Jan-Heiner Tück


Ich antwortete:

Lieber Professor Tück, aus Mainz, wo ich zur Sitzung der Akademie der Wiss. weile, einen herzlichen Gruß. Werde Ihnen gerne etwas schicken, die Ankündigung von Papst Benedikt betrübt mich. […] Freilich kann ich mich in die Enttäuschung Benedikts hineinempfinden.
Herzlichen Gruß
Ihr Arnold Stadler


Ich hatte dann, seit der Bekanntgabe Benedikts XVI., dass er auf sein Amt verzichten wolle, bis zum Tag, da sein liebreicher Nachfolger auf der Loggia von St. Peter erschien, Tagebuch geführt, jeden Tag etwas aufgeschrieben, an manchen Tagen so ausführlich, dass es auch aus diesem Grund, und nicht nur wegen seiner privaten Note, die jedes Tagebuch auszeichnet, für die Veröffentlichung zu viel wäre. Zu viel und zu wenig.
Es kommt ja, ist der Text einmal geschrieben und hinausgeschickt, beim Lesen immer mehr auf den Leser an, der ist mir meist zu schnell oder ich bin ihm zu langsam und zu viel. Wie auch immer: Ein Buch ist eine Partitur, die des Lesers bedarf, damit seine Sätze zur Gegenwart werden.

Hier geht es zunächst um den Schmerz, ausgelöst durch die Fernsehbilder aus Rom. Die einen berührte das weniger, die anderen mehr. Mich mehr.
Kirchenrechtler mögen überhaupt keinen Schmerz empfinden, so wenig wie Kritiker und Bulletinisten und die Welt der Vaticanisti, die alles ausschlachten und kommentieren und davon bequem leben, ohne jemals gelebt zu haben in der Welt, in der sich der Papst fand, als er sich zu diesem Schritt (eben kein Rückschritt, sondern ein Verzicht, der ein Schritt nach vorne ist) entschied. Dachte ich schreibend vor mich hin.

Monate vergingen. Dann dachte ich, mich wieder bei Ihnen zu melden, im Glauben, mein Beitrag habe sich durch mein Schweigen erübrigt. Ich schrieb:

Rast, den 22. April 2013

Lieber Herr Professor Tück,

es ist vielleicht zu lange her, um noch einmal auf Ihre Anfrage in Verbindung mit dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. zurückzukommen. Sie hatten mich ja nach ein paar Sätzen gefragt. Das war nach der spektakulären Rücktrittsankündigung für den 28.2.2013 gewesen. Ich habe (hatte) mich dann stillschweigend aufgemacht, eine Art Tagebuch zu schreiben, jeden Tag bis zum 28.Februar 2013 20 Uhr MEZ (und darüber hinaus) auf meine Weise zu dokumentieren. Mit dem Hubschrauber flog der Papst über seine Stadt hinweg, zeigte sich noch einmal am Abendfenster von Castel Gandolfo und war verschwunden. Einfach so. Dann begann die Zeit der sonderbaren – und bisher wohl einmaligen – Sedisvakanz. Und nun haben wir einen neuen Papst, der ohne rote Schuhe und Mozetta auf seiner Loggia erschien, erst einmal da stand und dann sich das Gebet um den Segen erbat, und sich mit «Gute Nacht» verabschiedete.

[… ] Papst Franziskus erfreut mich nach wie vor, er ist für mich eine wunderbare Erscheinung; sein Vorgänger war das ja auch, eben auf seine Art. (Die Gebete zu Maria, die Benedikt den Kardinälen ans Herz legte, haben geholfen.)
Meine Notizen zum angekündigten Papstrücktritt orientierten sich bald an Reinhold Schneider: Sein Theaterdrama «Der große Verzicht», veröffentlicht 1950, ausgezeichnet mit dem 1. Preis der Bregenzer Festspiele 1957 und uraufgeführt durch das Ensemble des Burgtheaters bei den Festspielen in Bregenz am 18. Juli 1958, vier Monate nach dem Tod Schneiders Ostern 1958 in Freiburg, war bald mein roter Faden. Da geht es ja um den Rücktritt Coelestins, «che fece il gran rifiuto», wie Dante in seiner Göttlichen Komödie verurteilend festhält […] – als wäre er (Dante) Gott. […]

Joseph Ratzinger hat sich zwar – soweit ich weiß – nicht explizit mit diesem Werk Schneiders befasst, aber für mich transparent doch daraufhin, in seinem Aufsatz «Das Gewissen in der Zeit»,1 und zwar anhand von «Las Casas vor Karl V.». Der Aufsatz Ratzingers wurde 1972 geschrieben, von einem lesenden Theologen, also vor Ratzingers Ernennung zum Erzbischof von München und Freising. Ich kann jetzt diesen Beitrag nicht referieren, nur soviel: Am Ende von «3) Las Casas und das Problem des Gewissens» in seinem Beitrag zu Reinhold Schneiders «Las Casas»-Roman, der des Dichters Grundthema, das Verhältnis von Macht und Gewissen […] besonders eindringlich [… ] gestaltet habe, kommt Ratzinger auf den Amtsverzicht Karls V. zu sprechen:

«In der Gestalt von Kaiser Karl V. begegnet ein Drittes: das Gewissen dessen, dem Macht übertragen ist und der versuchen muss, Macht verantwortlich auszuüben. Die Szene, in der der Mönch an einem kalten Abend dem müden Kaiser begegnet, der nur die Nachfolge Christi auf dem Tisch liegen hat, ist von höchster Eindruckskraft. Ihre entscheidenden Stichworte lauten: Gewissen und Kreuz. Schneider zeichnet – prophetisch an seine eigene Zeit gewandt – einen Herrscher, der nicht siegen, sondern versöhnen will. Einen Herrscher, der bereit ist, Größe abzuwerfen [...] und der die wahre Größe in der Verantwortung für den Menschen erkennt. Er zeichnet den Mächtigen, der Macht als Last und als Leiden trägt und daher Macht zu ihrem Sinn führen kann.»

In «4) Schlussbemerkung» geht es nun so weiter:

«Nur Macht, die aus dem Leiden kommt, kann Macht zum Heil sein; Macht erweist ihre Größe im Machtverzicht. Ich möchte schließen mit einer merkwürdigen Parallele zu diesen Gedanken, die ich in André Malraux’ Aufzeichnung seiner letzten Gespräche mit Charles de Gaulle gefunden habe.»

Den Rest, lieber Professor Tück, finden Sie auf Seite 111 des von mir genannten «suhrkamp taschenbuch».
Ich hoffe, es geht Ihnen gut und bin mit einem herzlichen Gruß
Ihr Arnold Stadler


Da Professor Tück, wie ich weiß, ein aufmerksamer Mensch ist, kam umgehend eine Antwort. Er schrieb, dass er nach wie vor auf meinen Text wartete, und wenn ich die Reinhold-Schneider-Ratzinger-Spur verfolgen wollte, so wäre ihm das sehr recht.

Und nun mache ich mich noch einmal auf folgende Weise auf. (Für eine bearbeitende Sichtung meines Reinhold-Schneider-Konvoluts reichte es allerdings nicht mehr.)

Unser – genauer: mein – Verstand reicht immerhin so weit, um zu erkennen, dass wir mit dem bloßen Verstand die Welt nicht verstehen können.Im Zentrum des Glaubens (auch der Gläubigen der Katholischen Kirche, auch des päpstlichen Glaubens, also des Glaubens des Papstes) steht nicht der Papst, sondern Jesus, der Christus.

Einen der schönsten, weil einleuchtendsten Sätze Benedikts habe ich im TV gehört: «Wenn die Wahrheit eine mathematische Formel wäre, würde sie sich von selbst aufdrängen. Die Wahrheit aber ist die Liebe, zu der wir Ja sagen», hörte ich ihn Weihnachten 2010 vor dem Urbi-et-Orbi-Segen sagen.

Der geborene Theologe wird, dieser Liebe folgend, niemals einen Roman schreiben, sondern wissen wollen, wie es mit Gott ist – und wenn er auch ein begnadeter Schriftsteller wäre wie John Henry Newman, Hans Urs von Balthasar oder Joseph Ratzinger, dem auch ein großer Roman hätte gelungen sein können. Dagegen die bloßen Schriftsteller, von jenen, die ich meine (liebe): Die wollen zu Zeiten beides. Und haben es doch meist nur mit der Kontingenz zu tun. Und das, was Benedikt als «Relativismus» kritisierte, war, wie der katholische Philosoph Joas meinte, auch die Kontingenz. Und doch, auch die Schriftsteller, die ich meine, haben in ihr Wams das Verlangen nach dem ganz Anderen eingenäht, wie ein Memorial, wie Pascal, mit dem freistehenden Wort Feuer in der Mitte – und vernehmen sich als Berufene. Sie schreiben, weil es sein muss. Als gehörten auch sie zu den Berufenen und hätten ein «Sprich auch du» vernommen.

Doch der Mensch ist verschieden: Das gilt auch für Schriftsteller und Päpste. Das weiß ich von den Berufungsgeschichten. Auch damals waren die Menschen und Propheten, die ja, mit wenigen Ausnahmen, auch große Schriftsteller, ja Dichter waren, schon verschieden. Jeremia will nicht: «Ich kann ja nicht reden.» Ein anderer sagt gar nichts und will nach Tarschisch fliehen. Jesaja, konfrontiert mit der Frage: «Wen soll ich senden?», weiß sogleich: «Sende mich». Und Johannes ist einfach immer dabei, muss gar nichts machen. Der Lieblingsjünger. Andere folgen einfach. Matthäus will zuerst nicht so recht. Aber dann! Auch er war ein großer Schriftsteller, Apostel und Evangelist, was scheren mich die Negationen der fundamentalistischen Bibelkritik.

Auch einer von Benedikts Vorgängern wollte partout nicht: Coelestin V. versuchte zu fliehen und brachte alle möglichen Einwände vor – nach kurzer Zeit trat er zurück. Später wurde er heiliggesprochen. Aber die Parallele mit dem Rücktritt hat auch ihre Grenzen. Denn es war das 13. Jahrhundert, Coelestin hat Rom nie betreten, und so fort. Benedikt indes lebt heute, in einer anderen Welt, und dazu nicht als Eremit, sondern als Teilhaber, der seine Gedanken millionenfach unter die Leute brachte, und wenn ich mich nicht täusche, auch am Twitterprogramm teilnahm. Und doch war und ist es ein Leben, das im Stillen, beim Beten und Schreiben und Hören am meisten bei sich selbst war und ist.

Was Benedikt mit Coelestin vielleicht verbindet war die Schüchternheit, ein anderes als ein rein geistliches und geistiges Leben führen zu wollen. Er war frei von jeglichem Repräsentationsgelüst.
Wie Reinhold Schneider, war und ist Benedikt eher ein Martyrer als ein Repräsentant. Einer, der im Stillen – und was wäre stiller als das Lesen und Schreiben? – die allergrößte Wirkung entfaltete. Große Auftritte hat er gewissenhaft absolviert, den Jubel über sich ergehen lassen. Aber das war kein Bedürfnis. Das Bad in der Menge, das für viele, auch Päpste, ein Lebenselixier oder ein Wunschtraum war, war für ihn wohl eher eine Qual. Er ist eben kein Machtmensch. Er ist nicht der einzige Schüchterne auf der Welt. Manchmal habe ich mit ihm gelitten, wenn er hinaus musste ins Scheinwerferlicht. Er war nicht nur Stellvertreter Jesu, sondern auch der schüchternen Menschen, gleichwohl – und vielleicht gerade deswegen – mit mehr Aufmerksamkeit begabt als mancher Bühnenheld, die es ja auch auf dem Papstthron gab.

Benedikt bezog seine Autorität auch nicht aus dem geschickten Agieren. Und dass er am Ende aufgab, ist noch einmal ein Akt von Souveränität und Ausdruck von Bescheidenheit und Größe. Er lebte sein Amt ganz aus der Autorität der Schrift und dem Petrusauftrag an die Kirche. Es gab andere Päpste, die unbedingt Papst werden wollten und jeder Bundeskanzler wollte ja Bundeskanzler werden, da ein solcher Amtsbewerber naturgemäß zum Volk der Machtmenschen gehört. Papst Benedikt hat, nach dem katholischen Glauben vom Heiligen Geist dazu bestellt, seine Machtaufgabe wenn auch notgedrungen, so doch gemeistert. Solange, bis er dieses Amt auszuüben wegen schwindender Kräfte mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte. Weiterzuschreiben ist ihm jedoch nicht versagt, und so haben wir die Freude, in Lumen fidei die Kontinuität des Papsttums zu sehen. Der Text ist weithin von Benedikt, und Franziskus hat dankbar seinen schönen Namen daruntergeschrieben. Ein Mensch, der vom Lesen und Schreiben lebt, konnte fast schon «naturgemäß» nur beglückt sein von so einem Papst, der sein Leben lang las und schrieb und weiter schreibt. (So wie er auch, aber aus anderen Gründen, von seinem Nachfolger beglückt ist.)

Für mich persönlich, der ich lese und schreibe, war es wunderbar, einen Papst zu wissen, der wohl auch in der Lage gewesen wäre, jene Bücher zu schreiben, die ich las und bewunderte. Und schön, auch für mich, die Vorstellung, dass wir über einen Schatz an gemeinsamer Lektüre verfügen, angefangen mit dem Buch der Bücher, der Heiligen Schrift. Er ist einer, der die Literatur liebt, immer wieder über Bücher geschrieben hat und diesen und jenen großen Schriftsteller erwähnt. Das kann man nicht von jedem Theologen sagen. Freilich hat er am meisten über die Bücher der Bibel geschrieben, oftmals einem einzigen Wort bis auf den Grund nachgespürt.

Ich las bei Benedikt, wie schön es sein kann, im Licht der Vernunft die Texte zu lesen und ihnen zu glauben. Ich las und lese aus seinem Leben als Papst und Schriftsteller, wie schön es ist, zu glauben, und dass der Glaube schöner ist als der Unglaube, und das Ja schöner als das Nein.

Benedikt XVI. hat als «musikalisches» Vorzeichen all seiner Bücher ein «Credo, ja, ich glaube» stehen. Gerade in seinem Versuch, auch das Credo intellektuell so weit wie möglich transparent zu machen, wie es so meisterlich Joseph Ratzinger in seiner «Einführung in das Christentum» glückte, vom Konzept der Einheit von Vernunft und Glaube her.2 Benedikt hat mir, einem Schriftsteller, mit seinen einleuchtenden Sätzen zeigen können, dass der Glaube etwas Schönes ist. Warum all diese schönen Sätze wegerklären? Dazu ist der Mensch nicht auf der Welt. Und schon gar nicht der glaubenwollende Mensch, der auch einen Kopf und einen Verstand hat, dazu einen Sinn für das Schöne.

Es gibt aber immer noch ganze Bücher, auch von Theologen, die manchmal auch Heilige sind, die so geschrieben haben, dass es gar nicht anders sein kann, als dass ihnen der Heilige Geist persönlich die Feder geführt hat, wie Julien Green meint; so jene Schriftsteller, welche die Evangelien verfasst haben. Oder – über die Jahrtausende verteilt – die großen Spanier, Juan de la Cruz: in einer dunklen nacht voll liebesflammen.
Als Papst wird er vielleicht auch die Einsamkeit erfahren haben. Doch wenn, war es eine Einsamkeit wie die der heiligen Teresa von Avila, die sagen und schreiben konnte: «Gott, du und ich, wir zwei, sind immer in der Mehrheit.» So etwas konnte auch nur einer Theologin, die eine Heilige und eine große Schriftstellerin war, einfallen.

Auch bei Papst Benedikt ist es ein Schreiben vom göttlichen Geheimnis, ein intelligentes Staunen, Ja sagen, danken und schreiben, vom Menschen für den Menschen. Das ist es, was ich bei Papst Benedikt vernahm. Es wird ihm doch niemand vorwerfen, dass er kein Medienprofi war; nur ein dummer Mensch oder ein Unmensch wird mit einem solchen Vorwurf kommen. Ich schon gar nicht, der dieselben Bücher las und liebte, also zuerst das Buch der Bücher. Und dann all die anderen. Und jedes ganz für sich. Denn auch das Lesen ist eine Sache für sich, Seite für Seite ist da der einzelne Mensch mit einem einzelnen Buch niemals allein.

Ein einziges Mal habe ich Joseph Ratzinger auch von Auge zu Auge gesehen. Das war bei der Weihe meiner Kurskollegen in Freising 1980. Das war im Herzzentrum der Kirche. Bei seiner vornehmsten Aufgabe, die Berufenen mit den Sakramenten zu versehen.
In Rom begann etwas, was mit dem Rücktritt, diesem unerhörten Schritt nach vorne, eben nicht aufhörte. Es mögen zutiefst menschliche Empfindungen und Regungen und eine nur Gott selbst bekannte Enttäuschung und auch Erschöpfung dabeigewesen sein, die ihn zu diesem Schritt bewogen. Aber nun erscheint dieser Schritt ganz frei. Es ist noch einmal ein Ja-Sagen zum Papstamt, eine Stärkung. Dieser Schritt war einer in die Zukunft. So lese ich das. Dass das Amt eben keinen Schaden gelitten hat und leidet, vernehme ich an der Reaktion der Welt auf seinen Nachfolger Papst Franziskus; und dass dieser sich in der lebendigen Nachfolge sieht, zeigt ja auch die Art und Weise, wie sie zusammen auf demselben Grund und Grundstück leben und schreiben. Der schriftliche Beweis liegt nun auch vor: Lumen fidei. Papst Franziskus hat seinen Namen unter diese Enzyklika gesetzt, welche die Handschrift seines Vorgängers trägt.

Ich bewundere den Papst für seinen Mut und sein Beispiel von historischer Dimension. Am Ende ist es eine Erklärung von einem Papst, der auch noch im Verzicht die intellektuellen Implikationen des Glaubens betont. Dieser Verzicht ist zwar eine Vernunftentscheidung. Aber: eine aufgrund des Gewissens. In der Bekanntgabe der Verzichtserklärung vom 11. Februar 2013 las ich gleich die Hauptwörter: Entscheidung, Wichtigkeit, Leben, Kirche, Gewissen, Gott, Gewissheit. Und dann auch: Leiden und Gebet. Von Rücktritt kein Wort, sondern davon: «Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri […] zu verzichten.» Die entscheidende Wortfolge scheint mir in diesem Zusammenhang: «Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt (dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.)»

Papst Benedikt hat aus seiner Situation eine vernünftige Konsequenz gezogen. Mit Hilfe der Vernunft hat er reagiert. Was für ein Unmensch hätte einer sein müssen, um für den Schritt Benedikts kein Verständnis zu haben. Das wurde mir noch einmal am 28. Februar bewusst, als ich jede halbe Stunde in den DLF-Nachrichten das Unerhörte, das ich doch längst wusste, vernahm: Heute abend um 20 Uhr ist der Papstthron vakant. Die erste Reaktion (meine Nichte Laura schickte mir aus München eine SMS) war ein staunender Unglaube, bald glaubte ich es jedoch und war enttäuscht. Ich dachte auch gleich an andere, die wohl schmerzlich berührt wären. Bald setzte ein Nachdenken ein. Nun sehe ich diesen Schritt als den vielleicht größten seines Lebens.

Was würde Reinhold Schneider sagen?, dachte ich. Er wäre wohl zutiefst bewegt, als Gläubiger, anders als die Welt wie sie etwa – beispielhaft bei einem anderen Schriftsteller namens Thomas Mann – reagierte. Er, der von sich selbst sagte und schrieb: ich bin nicht zum Martyrer geboren, sondern zum Repräsentanten, war wie Schneider beim selben Papst Pius XII. in Audienz gewesen (15 Minuten im Stehen). Und dabei fielen Thomas Mann Napoleon und Goethe ein, das waren seine Bezugsgrößen. Bei Reinhold Schneider wären es wohl Coelestin, Petrus und vor allen Jesus Christus gewesen.

Reinhold Schneider gehört wahrscheinlich zu den Lieblingsschriftstellern Joseph Ratzingers, der dreißig Jahre seiner Zeit mit Schneider teilte. Es waren die jungen Jahre des Seminaristen, die dunkle Zeit des sogenannten Dritten Reichs, das beide aufgrund des Glaubens entschieden ablehnten. Bei beiden ist das Gewissen das Zentralorgan des Menschen. Gewissen und Macht: was sich als Entscheidung des Gewissens gegen die Macht äußern kann. Ein historisches Beispiel: Der große Verzicht. Drama. Der Rücktritt eines Papstes auf der Folie der Gegenwart: die Macht- und Gewissensfrage auf der ersten Höhe des sogenannten Kalten Krieges, fünf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Gewissen des Einzelnen ist die größere Instanz und der Macht überlegen, so wie der Mensch, das Schilfrohr, das weiß, dass es sterben muss, dem Weltall, das ihn jederzeit zermalmen kann, überlegen ist (so sah es Pascal).

Ein Leben lang, und zwar auch aus Erfahrung, hat sich Papst Benedikt mit der Frage von Gewissen und Macht beschäftigt, so für mich beispielhaft auch in seiner verehrenden und dabei fruchtbaren Auseinandersetzung mit Reinhold Schneider unter dem Titel «Das Gewissen in der Zeit» (1972). Das war fünf Jahre, bevor er, zum Erzbischof von München und Freising berufen, in den höchsten Kreis der kirchlichen Macht aufstieg. In diesem Text geht es, wie auch in der Rücktrittserklärung, um das Gewissen.

Auch Reinhold Schneiders Las-Casas-Buch ist ein historischer Stoff, der, so wie «Der große Verzicht», auf die Gegenwart hin transparent gemacht wird angesichts der scheinbaren Nazi-Übermacht, eine Defensio Publica des menschlichen Gewissens. So wird – auf dieser Folie – die Entscheidung Benedikts zu einem geistlichen Akt, der in der Reduktion auf das Kerngeschäft auch des Papstes, das Gebet (siehe Ende der Erklärung!) und die geistige Dimension dieses Amtes herausstellt und rehabilitiert. Ob das die schnellen, vorschnellen Kommentatoren und Kritiker überhaupt wahrnahmen? Und wenn sie es wahrnehmen, ob sie es dann in ihr Einschätzungs- und Kritikerpotential einbringen wollen?

Das Gewissen gegen die Macht: Diese Konstellation wird von Reinhold Schneider immer wieder vergegenwärtigt; und Joseph Ratzinger berief sich darauf. Auch aus seiner am 11. Februar bekanntgegebenen Entscheidung kann ich das, diese lebenslängliche Beschäftigung, wie sie einmal auch anhand von Las Casas von Reinhold Schneider wie von Joseph Ratzinger vergegenwärtigt wurde, nun mit- und herauslesen. (Reinhold Schneider hat das Thema dann noch einmal in seinem Innozenz und Franziskus bearbeitet.)

Dieser Rücktritt ist keine eindimensionale, bloß juristisch relevante Aktion. Der Schmerz setzte ihm zu. Aber entscheidend war wohl die Einsicht, das Amt vor allem auf seinen Entscheidungsebenen nicht mehr so ausüben zu können, wie er es für notwendig hielt. Er war immer auch ein gewissenhafter, pflichtbewusster bayerisch-katholischer Zeitgenosse. Wenn überhaupt, so ist es einzig ein Affront jenen in und außerhalb der Kirche gegenüber, die machtpolitisch und juristisch denken, welche die spirituelle Dimension der Kirche und ihrer Aufgabe in der Welt nicht genug würdigen oder gar verkennen. Die Entscheidung des Papstes ist ein Appell an die Besinnungsmöglichkeit und -fähigkeit des Menschen. Und Auseinandersetzung mit der Macht, die gegenüber dem Gewissen zurücktreten muss.

Auf Coelestin V. folgte einst Bonifaz VIII. – als Nachfolger eines Mannes, der seiner Arbeit barfuß und mit bloßen Händen nachging –, der mit seiner Bulle Unam Sanctam einen schriftlichen Ausdruck für den Macht- und Größenwahnsinn, für das Etwas-Seinwollen in der Welt formulierte, die Frage nach der (weltlichen) Macht konträr zu seinem zurückgetretenen Vorgänger entscheiden wollte und sich mit den Mächtigsten der Zeit anlegte, mit dem Anspruch, der Allermächtigste sein zu wollen: und dies mit Berufung auf die Schlüsselgewalt des Papstes, auf jene Stelle im Evangelium.

Er starb in Rom. Doch wenig später – im Jahr 1309 – siedelte sein Nachnachfolger Clemens V. nach Avignon über, das heißt: er wurde von einem noch Mächtigeren nach Avignon entführt; eine solche Entwicklung muss die Kirche nicht mehr fürchten. Die Verstrickung in die weltliche Macht, die zu einer zeitweisen Unterwerfung unter dieselbe führte, war mit der Rückkehr des auf dem Konzil von Konstanz im Jahr 1417 gewählten und als Papst nach Rom zurückgekehrten Martin V. noch keineswegs beendet: und mit jenen hundert Jahre später beginnenden Ereignissen, genannt Reformation, schon gar nicht.
Der große Verzicht – ein Papstrücktritt, ein Drama von Reinhold Schneider: Was für ein Tabu-Thema 1950! Benedikt hat ihn realisiert. Benedikt XVI. war als Papst auch am Grab Coelestins V., und damals gab es schon Spekulationen dieses Zeichen betreffend.

Dass er am Ende aufgab, ist noch einmal ein Akt von Souveranität und Ausdruck von Bescheidenheit und Größe. Wer sagt denn, dass er gescheitert sei, nur weil er sich in der schnellen fordernden Öffentlichkeit nicht jenes Gehör für sein geistiges Anliegen verschaffen konnte? Und nicht Herr über die Machenschaften wurde? Muss man als Papst ein Machtmensch sein? Dann wären andere, die Renaissancepäpste etwa, denen wir die Reformation verdanken, bessere Päpste gewesen.

Auch darin wirkt Benedikts Schritt so revolutionär, insofern das Papstamt, das seit Pius IX. den jeweiligen Amtsträger in schwindelnde Höhen beförderte, nun wieder auf einer brüderlichen Augenhöhe erscheinen kann. Gerade der Verzicht bewirkte eine Stärkung der geistlichen Dimension. Andere, die mehr in politischen Kategorien den Rücktritt als «Fall» beurteilen, mögen eine Schwächung und Infragestellung des Primats sehen. Ich, auf den es überhaupt nicht ankommt, verstehe indes den Heiligen Vater sehr gut, und kann mich auch in seinen Schmerz hineinempfinden. Auch wenn er selbst die grausamen Details verschweigen muss, so lässt er doch durchblicken, dass der Abgrund an Verrat selbst einem Papst zuviel ist. Da müsste einer schon Gott sein, um das alles auszuhalten.
Gewissen und Macht: Er und kein anderer war es ja auch, der seine jungen Jahre in einer unerhört schrecklichen modernen Diktatur (die sich das Dritte Reich nannte) verbringen musste; so hatte er auch eine ganz besondere Möglichkeit, sein Gewissen zu schulen. Und mit 16 landete er mit den anderen Seminaristen als Luftwaffenhelfer.

Am 22. Februar 1943 wurden Sophie und Hans Scholl, und auch Christoph Probst, Geisteskinder von Theodor Haecker und Carl Muth, in München von einem eingeflogenen Scharfrichter zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Sie beriefen sich auf das Gewissen. In ähnlicher Bedrängnis – wie Reinhold Schneider und die Geschwister Scholl – lebte der junge Joseph Ratzinger und die Seinen, da hat er seinen ersten fundamentalen Anschauungs-Unterricht, die Macht betreffend, erhalten. Und ganz in der Nähe. Am Tag der Hinrichtung der unsterblichen Helden war der zukünftige Papst 16 Jahre alt und nur Gott weiß, was an jenem 22. Februar 1943 – es war an einem Montag – sonst noch an Dingen gewesen sein mag. Das Gewissen bleibt jedoch als strahlender Beweis seiner Überlegenheit.

«Das Gewissen in der Zeit». So heißt der Beitrag Joseph Ratzingers, Reinhold Schneiders Las Casas betreffend. Das Gewissen ist zwar heute so sehr aus dem öffentlichen Verkehr gezogen, dass es fast schon ein Fremdwort geworden ist. So kann es nicht verwundern, dass auch im Zusammenhang mit dem Amtsverzicht diese für den Papst so zentrale Kategorie des Handelns gar nicht in den Blick gekommen ist und alles so gesehen wird, als ginge es hier um den Rücktritt eines Präsidenten. Joseph Ratzinger schreibt am Beginn seiner Schlussbemerkung zu «Das Gewissen in der Zeit»:
«Nur Macht, die aus dem Leiden kommt, kann Macht zum Heil sein. Macht erweist ihre Größe im Machtverzicht.» Macht erreicht Größe da, wo sie sich vom Gewissen berühren lässt. Das ist das Vermächtnis Reinhold Schneiders an diese Zeit; das ist die Chance und die Aufgabe des christlichen Glaubens inmitten des Widerstreits der Mächte, in dem wir heute stehen.»

In den letzten Tagen seines Papsttums las ich das als Prophetie und Erfüllung. Reinhold Schneider hätte diesen Rücktritt Papst Benedikts aus seiner eigenen Schmerzenserfahrung verstanden; denn er war ein Mensch, dessen Osterfreude im Leben nicht ganz so groß sein konnte wie sein Karfreitagsschmerz. Dante hätte den Gran Rifiuto nun wohl auch gebilligt, aber vielleicht eher aufgrund seines kalkulierenden Scharfsinns.

Den Rücktritt des Papstes sehe ich als Apotheose des Gewissens. Im Herz, im Zentrum steht das Gewissen – wie Joseph Ratzinger es beschrieben hat in seinemText zu Reinhold Schneider. So gesehen wird aus meiner anfänglichen Enttäuschung eine bleibende Bewunderung.

Benedikts Amtsverzicht fiel mitten in das Jahr des Glaubens. Folgende Stichworte hörte ich am 27.2.2013 morgens in der letzten Generalaudienz im TV: Ich war nie allein. Freude. Weitere Wörter waren:

Beste Entscheidung – immer für Wohl der Kirche – schwerwiegend – neu – in tiefster Gelassenheit – war immer nur für den Herrn da – Mein Leben hatte nichts Privates mehr – Ich steige nicht vom Kreuz herab, sondern ich bleibe dem Herrn auf neue Weise nahe – im Dienst des Gebets in der Nähe von St. Peter – Freude. Der Herr ist immer bei uns.

Das habe ich auch noch in den Schlusssätzen von Benedikts zweitem Jesus-Buch so gelesen, die mich auch an das Schlusswort von Matthäus 28 erinnern: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Diese Botschaft bekamen nicht nur die Kardinäle, sondern auch ich, sie ist in der Abschiedsrede Benedikts bei der letzten Generalaudienz an die Gläubigen aufgehoben, die von der Freude spricht. Im Buch «Jesus von Nazareth» habe ich es noch einmal gesagt bekommen, ich, heute: Im Glauben wissen wir, dass Jesus seine Hände segnend über uns ausgebreitet hält. Dies ist der bleibende Grund christlicher Freude.

Anmerkungen
1 In: Carsten Peter Thiede (Hg.), Über Reinhold Schneider, Frankfurt/M. (suhrkamp taschenbuch 504) 1980, 99–113.
2 Mir scheint, nebenbei gesagt, dass auch Benedikt XVI. an diesem einen Buch Joseph Ratzingers weiterschreibt und weitergeschrieben hat. Mir war die Art und Weise wie hier, in «Jesus von Nazareth» Theologie betrieben wird, wie er die Heilige Schrift als Einheit sieht, wie er sie durchleuchtet, vergegenwärtigt, wie er immer wieder beim Verstehenwollen des Neuen auf das Alte zurückgreift, auf die Heilige Schrift, auf die Thora, die Propheten und die Psalmen, welche die Heilige Schrift Jesu war und ist, von der «Einführung ins Christentum» her vertraut.

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