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Titelcover der aktuelle Ausgabe 1/2019 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2019 zum Thema
«VERSUCHUNG»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Jan-Heiner Tück
FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG

Theologische Versuche zum Problem der Versuchung gibt es viele. Zuletzt hat eine Äußerung von Papst Franziskus für einiges Aufsehen gesorgt, Gott sei kein Versucher, die Bitte des Vaterunsers «et ne nos inducas in tentationem – und führe uns nicht in Versuchung» sei keine gute Übersetzung und werde besser geändert: «und lass uns nicht in Versuchung geraten». Ohne die philologische Fragwürdigkeit dieses Änderungsvorschlags zu erörtern – der griechische Urtext, die Vulgata, aber auch die Luther-Bibel stehen dagegen –, ist theologisch doch klar, dass Papst Franziskus die Güte Gottes, des Vaters, unter keinen Umständen verdunkelt wissen will (vgl. 1 Joh 1, 5). Daher lehnt er es kategorisch ab, von Gott als Urheber menschlicher Versuchungen zu sprechen. Sein Standpunkt ist klar, er kann sich auf die Aussage des Jakobusbriefs stützen, Gott selbst führe niemanden in Versuchung (vgl. Jak 1, 13–15); auch hat er die antignostische Weichenstellung der patristischen Theologie im Rücken, welche die Güte Gottes, des Schöpfers Himmels und der Erde, gegen jede Dämonisierung ins Feld führt; schließlich steht das Votum von Franziskus quer zu heutigen Theodizee-Theologien, die eine Verdunklung des Gottesbegriffs in Kauf nehmen, wenn sie von einer Schuld (oder sogar Erlösungsbedürftigkeit!) Gottes sprechen. Das theologische Interesse, den Gottesbegriff vom Problem der Versuchung abzukoppeln, hat allerdings seinen Preis. Das Böse, das in der Geschichte manifest ist, muss auf das Konto einer anderen Macht gebucht werden. Für diese Macht hat der Papst auch einen Namen: «Wer dich in Versuchung führt, ist Satan.»

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Leseprobe 1
Helmut Hoping
«UND FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG»
Das Vaterunser als Anfrage an unser Gottesbild und die Rede vom Teufel

Das Vaterunser ist das Grundgebet, das Jesus seinen Jünger zu beten gelehrt hat (Mt 6, 9–13; Lk 11, 1–4). Deshalb heißt es auch Gebet des Herrn oder Herrengebet (Oratio Dominica). Es werden sieben Bitten unterschieden. Als besonders schwierig wird die sechste Vaterunser-Bitte empfunden: «und führe uns nicht in Versuchung», so übersetzen sowohl katholische Einheitsübersetzung wie die Lutherbibel καὶ μὴ εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν (Mt 6, 13a). Die Vulgata hat et ne inducas nos in tentationem («und führe uns nicht hinein in die Versuchung»). Cyprian von Karthago (um 200/201–258) zitiert eine ältere Fassung: ne patieris non induci in temptationem («und lass nicht zu, dass wir in die Versuchung hineingeführt werden»). Schon Markion (um 85–160) verstand die sechste Vaterunser-Bitte im Sinne von «Lass nicht zu, dass wir in Versuchung geraten.»

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Leseprobe 2
Peter Strasser
THE DEVIL’S PARTY
Zur Ästhetik des Bösen

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Schöne Larve, hässliche Wahrheit

In der Ästhetik des Bösen spielt, jedenfalls soweit es unseren Kulturkreis betrifft, seit alters her das Motiv der «schönen Larve», oder «Teufelslarve», eine besondere Rolle. Damit ist in erster Linie wohl das Gesicht eines Mädchens oder einer Frau gemeint, dessen freundliches Äußeres ein böses Herz verbirgt. Der angenehme Schein dient als Mittel zur Erreichung von Zielen, die sündhaft sind. In der Erweiterung wird daraus der verführerische weibliche Körper, dessen Schönheit den Mann zur unsittlichen, weil nicht durch das Sakrament der Ehe geheiligten Sinnlichkeit – gröber gesagt: Geilheit, Lüsternheit – anstachelt. Von hier aus kann sich eine religiöse Ängstigung ausbreiten, die fast universalen Charakter annimmt.

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Leseprobe 3
Wolfgang Thierse
RELIGION IN PLURALISTISCHER GESELLSCHAFT UND WELTANSCHAULICH NEUTRALEM STAAT

Je moderner eine Gesellschaft, desto säkularer werde sie. Das war lange Zeit die – beinahe selbst religiöse – Überzeugung in den westlichen Gesellschaften, jedenfalls unter den liberal «Aufgeklärten». Säkularisierung im Sinne des Verschwindens, wenigstens des Zurückdrängens von Religion, sei ein irreversibler Prozess. Dieser Glaube ist, wenn nicht gänzlich widerlegt, so doch erschüttert: Religion ist am Beginn des 21. Jahrhunderts von überraschender, kräftiger und dabei wahrlich widersprüchlicher Vitalität. Das gilt sogar für das globale Christentum, das – wie vergleichende Untersuchungen zeigen – weltweit besonders intensiver Verfolgung ausgesetzt ist. Man muss ja nicht unterdrücken und verfolgen, was nicht Lebenskraft hat, was nicht als stark empfunden wird! Religion ist also Teil der Moderne. Der Religiöse ist offensichtlich nicht einfach unmoderner als der Areligiöse.

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