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Titelcover der aktuelle Ausgabe 5/2018 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Ausgaben-Index 1972 bis heute
Chronologisch- thematische Liste aller Hefte von 1972-heute
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Aus aktuellem Anlass stellen wir die folgenden Beiträge zur Verfügung:

Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.
als PDF GNADE UND BERUFUNG OHNE REUE
Anmerkungen zum Traktat «De Iudaeis»

IKaZ Communio 4/2018


sowie den PDF BRIEFWECHSEL BENEDIKT XVI. – RABBI ARIE FOLGER
August 2018 (Vorabveröffentlichung aus 6/2018)



Unsere aktuelle Ausgabe 5/2018 zum Thema
«HOMO VIATOR»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:

Editorial
Jan-Heiner Tück
HOMO VIATOR

Das Christentum sagt: Du sollst hier (in dieser Welt) – sozusagen –
nicht sitzen, sondern gehen.
                                                                             Ludwig Wittgenstein

Wir leben, ohne gefragt worden zu sein, ob wir leben wollen. Durch die Geburt werden wir ins Dasein geworfen, wir liegen, bevor wir gehen lernen und unsere Wege aufnehmen. Am Ende aber sterben wir, werden bei unserem Namen gerufen und sehr wohl befragt, wie wir gelebt, wie viel wir geliebt haben, was die Ernte unserer Lebenszeit ist. Das zumindest ist die Hoffnung des Glaubens. Das Interim zwischen Geburt und Tod aber ist die Frist, in der wir unseren Weg gehen. Wir sind Pilger, unterwegs auf den Straßen des Lebens, die Höhen und Tiefen, Gutes und Böses, beschwerliche Hindernisse, aber auch großartige Ausblicke kennen. Der Homo viator, der die Stadien seines Lebenswegs – von Kindheit und Jugend über das Erwachsensein, wenn es gut geht, bis ins hohe Alter – durchläuft, braucht Förderung und Begleitung durch andere. Ob er darüber hinaus den eigenen Weg im Licht des Glaubens als von Gott geführt erkennen kann, ist eine Frage. Gott respektiert die Freiheit des Menschen und macht sich allenfalls durch leise Zeichen bemerkbar. Die Kunst, die diskrete göttliche Zeichensprache wahrzunehmen und zu entziffern, will eingeübt sein und ist ein lebenslanges geistliches Exerzitium. Immer wieder sind Optionen abzuwägen, Entscheidungen zu treffen und die einmal getroffenen Entscheidungen durchzutragen. Dabei kann der Homo viator auch scheitern. Dieses Risiko gehört zur Signatur seiner Freiheit.

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Leseprobe 1
Jan-Heiner Tück
IN FREIHEIT GEBUNDEN
Odysseus am Mastbaum als Modell für den Homo viator

Vom Mythos zum Logos – auf diese griffige Formel hat man lange Zeit die Kritik der Philosophen an der griechischen Mythologie gebracht. Schon Vorsokratiker wie Xenophanes haben an der moralischen Verwerflichkeit und den anthropomorphen Zügen der mythischen Göttergestalte n Anstoß genommen, um einen philosophisch gereinigten Begriff des letzten Ursprungs, der arche, zu entwickeln. Auch Platon hat bekanntlich Dichter wie Hesiod und Homer aus seinem Idealstaat ausgeschlossen, weil die «Lügenmärchen», die sie ersannen, der Erziehung der Jugend abträglich seien. Geschichten, in denen Götter miteinander im Streit liegen, Ehebruch begehen, täuschen und betrügen, widersprechen der Überzeugung, dass Gott gut, gerecht und vollkommen ist. Sie sind unmündigen Kindern nicht zumutbar, die sie später als Vorbilder im Schlechten zur eigenen Rechtfertigung heranziehen könnten.

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Leseprobe 2
Peter Walter
ECCLESIA PEREGRINANS
Zur heilsgeschichtlichen Sicht von Kirche im Zweiten Vaticanum

Als ich vor genau fünfzig Jahren mit dem Theologiestudium begann, war die Metapher von der pilgernden Kirche bzw. vom pilgernden Volk Gottes gängige Münze. Allenthalben herrschte Aufbruchsstimmung, und so wurde dieses Bild auch verstanden. Aber was es darüber hinaus bedeutet, war wenig klar. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, weil man um den ekklesiologischen Gebrauch der Pilgermetaphorik in den Texten des 2. Vaticanums wusste, durchaus auch als modisch und schwammig kritisiert, und das Konzil gleich mit. Aus der Rückschau soll im Folgenden nach dem Ursprung und dem Gebrauch der Metapher in den Texten des letzten Konzils und nach ihrer Leistungsfähigkeit für heute gefragt werden.

1. Zur Vorgeschichte

Die Wortverbindung «ecclesia peregrinans», die genaugenommen eine Personifikation darstellt, begegnet, wie eine Recherche mithilfe der Digital Library of Latin Texts Series A and B ergibt, in theologischen Texten vor dem 2. Vaticanum nur selten. Eine gewisse Häufung ist bei dem frühmittelalterlichen Benediktiner Beda Venerabilis (672/73–735) festzustellen, der entsprechend der Tradition seines Ordens zwar ortsfest lebte, aber mit dem Wirken der iroschottischen Wandermissionare vertraut war. Bildkräftig ist der Vergleich, den der Fuldaer Abt und spätere Mainzer Erzbischof Hrabanus Maurus (780–856) in seinem Kommentar zum Buch Jesus Sirach macht: Wegen seines zunehmenden und abnehmenden Lichts sei der Mond ein Bild für die Pilgerschaft der Kirche in der gegenwärtigen Zeit des sterblichen Lebens.

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Leseprobe 3
Stephan Herzberg
VIA IN PATRIAM
Das Leben in Ehe und Familie – um des Himmelreiches willen

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Christsein

Christsein ist kein additivum: Man ist nicht Lehrer, Professor etc. und dann auch noch Christ, sondern man ist Lehrer, Professor etc. als Christ. Christsein ist forma, und zwar forma formarum: Christsein ist die Form meiner Seele, die in der Taufe mir unauslöschlich eingeprägt wurde. Anima est forma corporis – Christus est forma animae. Und weil die Seele Prinzip des Lebens ist, ist Christus damit die Form meines Lebens.

Diese Form muss wirksam werden in meinem Alltag, der Materie meines Lebens. Christsein muss sich materialisieren und sich darin bewähren: indem es aus der bloßen «Welt» in all ihrer Ambivalenz das Reich Gottes macht, indem es den Alltag heiligt, indem es das Angesicht der geschaffenen Wirklichkeit, die als von Gott gewollte zwar gut, aber durch menschliche Sünde entstellt ist, erneuert und auf eine höhere Ebene hebt, indem es an dieser Wirklichkeit das Antlitz Christi zum Leuchten bringt. All das hat seine Quelle im Wasser des neuen Lebens; jede Art von christlicher Berufung ist konkrete Entfaltung der Taufgnade.

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