zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite
Titelcover der aktuelle Ausgabe 3/2019 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

Lesen Sie hier
 
Ausgaben-Index 1972 bis heute
Chronologisch- thematische Liste aller Hefte von 1972-heute
Autoren-Index 1972 bis heute
Alphabetische Liste aller Autoren und Ihrer Artikel
Unsere aktuelle Ausgabe 3/2019 zum Thema
«ALTERN»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Andreas Bieringer
WERTSCHÄTZUNG FÜR ALLE LEBENSALTER

«Die Welt ist jung», riefen die Studenten in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit prophetischem Eifer, und brachen eine Kulturrevolution vom Zaun, die unsere Gesellschaft nachhaltig veränderte. Der Slogan bezog sich nicht nur auf den Protest gegen die Gerontokratie der ersten Nachkriegsjahrzehnte, er lässt sich auch wörtlich verstehen. Denn die hohe Geburtenrate der Jahre zwischen 1955 und 1969 wurde in Mitteleuropa bis dato nicht mehr erreicht. Heute hat sich das Schlagwort der 68er-Bewegung längst ins Gegenteil verkehrt. Die Überalterung der Gesellschaft gehört zu Europas größten Herausforderungen. Politik und Gesellschaft sind sich uneins, wie mit den Folgen einer immer älter werdenden Gesellschaft umgegangen werden soll. Nur die Wirtschaft und ihre gewieften Marketingstrategen tun sich mit den demographischen Veränderungen leichter. Längst wurden die «Best-Agers» als neuer Käufertypus entdeckt, da sie im Vergleich zur übrigen Bevölkerung über die meisten Ressourcen verfügen. Aber auch jenseits von Profit und Kapital ziehen die agilen Pensionäre die Aufmerksamkeit auf sich. Universitäten und andere tertiäre Bildungseinrichtungen werben mit umfassenden Studienprogrammen, um die «Generation 60plus» zurück in die Hörsäle zu locken, fehlt doch gerade in geisteswissenschaftlichen Fächern mitunter der studentische Nachwuchs. Die rasante Verschiebung der Bevölkerungspyramide zugunsten der Alten stellt auch die Kirche (im Westen) vor neue Herausforderungen.

Lesen Sie mehr...   
Leseprobe 1
Michael Sievernich SJ
DIE KUNST DES ALTERNS
Pastorale Überlegungen

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragAls der Protest die junge studentische Generation um 1968 heftig bewegte, erschienen gegenläufig Diskurse ganz anderer Art, nämlich über das Alter. Sangen die jungen Wilden nicht gerade den Abgesang auf die Alten und ihren Muff , sodass die Alten in die literarische Defensive gehen mussten? Oder meldete sich eine anthropologische Konstante der Generationen zu Wort, sodass Veränderlichkeit und Endlichkeit plötzlich Hand in Hand gingen?

1. Altersdiskurse


Der Reigen beginnt 1968 mit Jean Améry (1912–1978), ein Pseudonym des Österreichers Hanns Mayer, der schon der älteren Generation angehörte, als er sein Buch Über das Altern (1968)1 schrieb, mitten im Wechsel der Generationenlage. Gegenüber dem hohen Wellenschlag der Zeit befindet sich der Autor eher im existentialistischen Wellental der Resignation des Alters. Seine bescheidenen fünf Essays handeln von der vergehenden Zeit und damit von der im Altern erfahrenen Endlichkeit; vom Fremdwerden des Körpers; vom sozialen Altern durch den Blick der Anderen; vom kulturellen Altern, wenn man die Welt nicht mehr versteht; schließlich vom Erlernen des Sterbens und wachsender Unsichtbarkeit. Der schmale Band wurde zum internationalen Bestseller mit zahlreichen Auflagen und Übersetzungen, bis hin zur jüngst erschienenen chinesischen Übersetzung (Bian lao de zhe xue, 2018), in der sich gewiss die wachsende Alterungsproblematik Chinas widerspiegelt. In den Kontext seiner Sicht des Alters gehören neben seiner jüdischen Herkunft die bösen Erfahrungen auf der Flucht und im nationalsozialistischen KZ. Mit dem Buch Hand an sich legen (1976) schrieb er über den Suizid, den er ein Jahrzehnt später an sich vollzog.

Lesen Sie mehr...   
Leseprobe 2
Verena Wetzstein
DEMENZ ALS HERAUSFORDERUNG
Ethische Perspektiven

Demenzen sind nicht nur eine zentrale Herausforderung der Moderne. Demenzen im Alter stellen für die gegenwärtige Gesellschaft vielmehr eine regelrechte Provokation dar: Die Zahl alter und hochaltriger Menschen mit einer Demenz-Diagnose nimmt zu, Kinder als Betreuungspersonen wohnen in der Regel weit entfernt, bezahlte Pflege ist nicht nur eine Frage des Geldes sondern auch des fehlenden Personals. Hinzu kommt: Im Verlauf des fortschreitenden Demenzprozesses zurückgehende rationale Handlungsmöglichkeiten von Menschen mit Demenz erfüllen kaum die Anforderungen, die moderne Gesellschaften an ihre Mitglieder stellen. In einer Gesellschaft, in der Selbstbestimmung, Autonomie, intellektuelle Leistungsfähigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit von höchster Relevanz sind, scheinen Menschen mit Demenz mit Voranschreiten des demenziellen Prozesses genau das alles nicht verwirklichen zu können, was als Leitwert Geltung hat.

Lesen Sie mehr...   
Leseprobe 3
Eckhard Nordhofen
DAS GROSSE GEGENÜBER UND SEINE KONKURRENTEN
Zur Differenz zwischen usurpatorischem und privativem Monotheismus

Das große Gegenüber

Der Begriffspoet Peter Sloterdijk geizt nicht mit Worterfindungen. Alle kann man sie nicht behalten. Bei einer aber ging in mir ein Lämpchen an. Er vermisst im Zeitalter «nach Gott» – so sein Buchtitel – die «Vertikalspannung» und wegen dieses Phantomschmerzes scheint ihm auch nicht endgültig ausgemacht, dass wir tatsächlich in einem solchen Zeitalter «nach Gott» leben. In einem DLF-Interview kokettiert er ein wenig mit der Präposition «nach». Statt für post Deum, könnte man sich auch für, secundum Deum entscheiden.

So ein Changieren zwischen Frömmigkeit und Gottlosigkeit macht mir die Wahl leicht. Natürlich ist die Frömmigkeit, die «Gott gemäß», secundum Deum, leben will, meine erste Wahl. Die Gottlosigkeit aber lasse ich nicht ganz fallen, sondern lege sie auf «Wiedervorlage» und visiere dabei eine sehr spezielle Variante an, eine Vorenthaltung Gottes, die vom Gottesbesitz und Gottesleugnung gleich weit entfernt ist.

Lesen Sie mehr...   

Sie haben die Wahl ...
weitere Infos zu unseren Abonnements

Komfortabler Online-Bereich mit Archiv-, Download- und Suchfunktion sowie komplettem Autorenregister.

Online-Ausgabe einsehen

Online-Ausgabe bestellen
Jahresverzeichnis 2018

Hier erhalten Sie das Jahresverzeichnis 2018
Unsere Autoren
Hier erhalten Sie einen Überblick unserer Autoren.
Newsletter
Unser Newsletter informiert Sie über die Inhalte der neuesten Ausgabe.
Die internationalen Ausgaben von Communio
Internationale Ausgaben von Communio
Internationale Ausgaben von Communio finden Sie hier.
Verein der Freunde und Förderer Communio e.V.
Allgemeines zu unserem Verein
Sie wollen unserem Verein beitreten?
Vereinssatzung

Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Communio
Telefon: +49 (0) 711 44 06-140 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | Sitemap | AGB | Widerruf | Datenschutz | Impressum