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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2018 zum Thema
«DIAKONISCHE KIRCHE IN SÄKULARER GESELLSCHAFT»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial

Julia Knop

DIAKONISCHE KIRCHE IN SÄKULARER GESELLSCHAFT

Diakonie ist ein Dienst: die Zuwendung des einen zum anderen, die der eine nicht geben muss und der andere nicht einfordern kann. Seit alters her begreift die Kirche ihr diakonisches Tun nicht als ein gönnerhaftes Surplus in gesättigten Zeiten, sondern als eine ihrer Wesensdimensionen. Kirche ist Kirche, wo sie für Jesus Christus Zeugnis ablegt, sich dem Nächsten liebevoll und gütig zuwendet und Gottesdienst feiert. In Martyria, Diakonia und Liturgia kommt die Identität der Kirche, mehr noch: ihr sakramentales Wesen, zum Ausdruck. Hier wird Kirche erkennbar und unterscheidbar. Hier findet ihr Verhältnis zur «Welt», d. h. zu der umgebenden Gesellschaft und Kultur derer, die nicht Kirche sind, Gestalt.

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Leseprobe 1
Julia Knop
DIAKONISCHE KIRCHE UNTER DEN BEDINGUNGEN DER DIASPORA

«Ist nicht die Zeit gekommen, dass die Kirche hier – zumindest in ihrer bisherigen historischen Form – im Sterben liegt? Und was kann sie aus ihrem Erfahrungsschatz jenen vermachen, die vielleicht einmal wieder an sie anknüpfen werden?» So fragt der tschechische Priester, Psychotherapeut, Soziologe und Religionsphilosoph Tomáš Halík, der gegenwärtig als einer der wichtigsten Gesprächspartner zur Erneuerung von Kirche und Pastoral unter den Bedingungen einer säkularen Moderne gilt. Er rät, genau zu unterscheiden zwischen einer in die Jahre gekommenen kirchlichen Sozialgestalt und ihrem Auftrag, zwischen gewohnten Strukturen und ihrer Sendung. Ein hilfreiches Instrument, diese Differenzierung durchzuführen, bietet die Zusammenstellung dreier Charakteristika des Christseins, das sich im Glaubenszeugnis, im caritativen Engagement und im Gebet vollzieht. Diese Trias ist weniger alt als gemeinhin gedacht (1). Das II. Vatikanische Konzil hat sie zumindest in Form einer verwandten Zusammenstellung aufgegriffen (2). Martyria, Diakonia und Liturgia lassen sich gleichwohl als schlüssige Entfaltungen des sakramentalen, im Grundsatz exzentrischen Kirchenbildes des Konzils verständlich machen (3). Aber was bedeutet es, in postvolkskirchlichen Zeiten, in säkularer Gesellschaft Kirche zu sein? Bereits 1959 hat Karl Rahner die Diaspora als Normalfall kirchlicher Existenz erkannt (4). In den ostdeutschen Diözesen ist diese von Rahner noch theoretisch beschriebene Situation seit langem vertraut. Hier geht es nicht darum, angesichts eines galoppierenden Abbruchs an Personal und gesellschaftlichem Rückhalt traditionale Relikte einer wirtschaftlich weiterhin vergleichsweise potenten und bürokratisch überversorgten Volkskirche zu «retten» oder abzuwickeln. Die Herausforderung besteht hier vielmehr darin, in einer seit Generationen bestehenden religiösen Minderheitensituation dennoch diakonisch Kirche zu sein (5).

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Leseprobe 2
Tomáš Halík
KATHOLIZITÄT: PLÄDOYER FÜR EINE KIRCHE MIT OFFENEN RÄNDERN

Konservativismus und Progressismus: Eine künstliche Alternative

Viele empfinden die heutigen Turbulenzen innerhalb der Kirche als Spannung zwischen einer «konservativen» Strömung, die auf Rückkehr zu einem prämodernen Modell kirchlichen Lebens setzt, und einer so genannten «progressivistischen» Strömung. Bei Lichte besehen wird jedoch deutlich, dass beide so definierten Alternativen ideologische Fiktionen sind und keinen gangbaren, realen Weg aus der heutigen Krise bieten. In eine prämoderne Situation kann die Kirche als Ganze nicht eintreten, schon aus dem einfachen Grund, dass es diese Situation nicht gibt und die Kirche nicht über die Kräfte verfügt, eine solche gegen den Strom der Geschichte zu installieren. Man kann diese Situation nur künstlich evozieren und Inseln einer Kontrakultur schaffen, wie es einige traditionalistische katholische Strömungen versuchen. Ihre Vertreter sind der Ansicht, die ideale Form für diesen Typ des Katholizismus sei das Umfeld der traditionellen Familie, der Pfarrei und der Vereine. Doch früher oder später werden sie enttäuscht: Der Typus einer prämodern-katholischen Sozialisierung hat seine «Biosphäre» längst verloren, und die Zahl derer, die bereit sind, um der Bindung an dieses Format willen auf eine normale Kommunikation mit dem breiteren soziokulturellen Umfeld zu verzichten, geht merklich zurück. Wenn sich diese Gefilde aus Gleichgesinnten in sich einschließen, altern sie und sterben aus. In Familien ist dieser Lebensstil nur schwer an die nächste Generation weiterzugeben, und die «Mission» dieses Typs Christentum fasziniert wohl auch nur einen sehr spezifischen psychologischen Menschentyp.

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Leseprobe 3
Hans Maier
AUFRECHT UND OHNE FALSCH: ZUM HEIMGANG VON KARL LEHMANN

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragMit Kardinal Karl Lehmann, dem Bischof von Mainz (1983–2016), dem langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (1987–2008), dem Wissenschaftler und Autor verlor die Internationale Katholische Zeitschrift COMMUNIO am 11. März dieses Jahres einen ihrer Gründer. Vom Beginn der Zeitschrift bis in die jüngste Zeit nahm er an ihrem Schicksal teil: schreibend, beratend, in Umbruch- und Krisenzeiten tatkräftig helfend. Redaktion, Herausgeberschaft und Leserschaft der Zeitschrift verdanken ihm viel.

Lehmann war Theologe und akademischer Lehrer und ist es auch in seiner Bischofszeit geblieben. In seinem Leben und Wirken durchdrangen sich wissenschaftliche Forschung und geistliches Amt. Der Mainzer Bischof behielt als einer der ganz wenigen Amtsinhaber seine theologischen Interessen bei, blieb als Autor mit zahlreichen Publikationen in der Öffentlichkeit präsent – und füllte ganze Stockwerke und Keller seines Mainzer Bischofshauses mit einer bald über 100 000 Bände umfassenden Bibliothek. Er wurde zum idealen Vermittler zwischen Amt und theologischer Wissenschaft – die Mainzer Gespräche mit Theologen, zweimal im Jahr stattfindend, in aller Diskretion geführt und keinem heiklen Thema ausweichend, waren in der Kirche der Gegenwart – national wie international – ein Unikat.

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