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Titelcover der archivierte Ausgabe 1/2005 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 3
Xavier Tilliette
Unverwundete Natur? Über die Keuschheit Jesu
Dem heiligen Ignatius von Loyola, der seinen Jüngern einschärft, so weit als möglich die Reinheit der Engel nachzuahmen, waren menschliche Schwächen sicher nicht unbekannt; er wollte jedoch durch diese hochgespannte Aussage zu verstehen geben, dass in uns eine Möglichkeit besteht, auf analoge Weise die vollkommene Reinheit Christi zu erahnen, die sich von der seiner ohne Sünde empfangenen Mutter nicht wesentlich unterscheidet. Im Gegensatz zum Kantianismus geht im Christentum das Modell stets dem Ideal voraus oder nimmt es vorweg. Gibt es jedoch Anlass, von Keuschheit in Bezug auf Jesus zu sprechen, dessen Leib ganz geheiligt und dessen Seele von jedem Schatten der Begierde und der Sünde frei ist? Welchen Sinn kann es denn angesichts seiner vollkommen integren Unschuld haben, bei ihm von Keuschheit als einer Tugend zu sprechen? Würde es sich nicht eher lohnen, ausschließlich bei Heiligen, vor allem bei jugendlichen heiligen Männern und Frauen, nach uns anregenden und aufmunternden Beispielen bewahrter oder heroischer Reinheit zu suchen? Da man dies bei Christus nur schwer festmachen kann, wären einige Theologen von heute bereit, im Namen der «menschlichen Schwächen», die er angenommen hat, Christus fleischliche Versuchungen zuzuschreiben, denen er natürlich nicht erlegen wäre und die man sich als äußerst schwach vorstellen kann. Von löblichen Absichten beseelt, machen sie geltend, dass die Sexualität zum Menschsein gehört und dass sie sich im Begehren äußert. Gewisse Erklärungen im Hebräerbrief scheinen darauf hinzudeuten: «In allem wurde er wie wir in Versuchung geführt, hat aber nicht gesündigt» (Hebr 4,15); und vorher: «Er musste in allem (kata; pavnta) den Brüdern gleich sein…, denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden» (Hebr 2,17-18). [...]

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