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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 3
Felix Genn
Eine Theologie aus dem Geist der Exerzitien
«Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste» (Joh 21,25). Dieser letzte Vers aus dem Johannesevangelium scheint übertrieben. Für die Exegeten ist klar, dass mit dem 20. Kapitel das Evangelienbuch abgeschlossen ist. Der Verfasser rundet dort seinen Bericht über das Leben und die Taten Jesu mit der Bemerkung ab: «Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen» (Joh 20,30-31). Der sogenannte Redaktor, der ein weiteres Schlusskapitel anfügt, greift auf diesen Satz des ursprünglichen Verfassers zurück und steigert ihn, indem er die Glaubwürdigkeit des johanneischen Zeugnisses feststellt und dann mit einer «rhetorischen Übertreibung », so Rudolf Schnackenburg, den Schlusspunkt setzt. Die Formel ist durchaus vergleichbar mit anderen literarischen Zeugnissen der damaligen Zeit. Nach Auffassung dieses Exegeten «dient die Hyperbel dazu, Jesu Taten in literarischer Manier zu verherrlichen, sicher nicht im Sinn des Evangelisten, dem es auf die tiefere Bedeutung der Werke Jesu ankommt.» Es handelt sich um einen «geschraubten Satz» eines «ehrgeizigen Schreibers», der ein «geistreiches Schlusswort hinzusetzen wollte». Für das Auge eines Literarkritikers ist die Auslegung dieses letzten Verses aus dem Johannesevangelium damit beendet. Es handelt sich um eine Notiz, mit der ein vielleicht nicht ganz fähiger Schriftsteller versucht hat, an die Zielbeschreibung der Evangelienschrift aus dem 20. Kapitel anzuknüpfen und mit der Erzählung vom reichen Fischfang und der Begegnung Jesu mit Petrus und dem Jünger, den er liebte, abzurunden. Ein großer geistlicher Wert kann einer solchen Aussage nicht beigemessen werden. [...]

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