zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Archiv » Ausgabe 1/2007 » Leseprobe 3
Titelcover der archivierte Ausgabe 1/2007 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
JOACHIM HAKEJoachim Hake
Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
URSULA SCHUMACHERUrsula Schumacher
Professorin für Katholische Theologie und Religions-pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
JAN-HEINER TÜCKJan Heiner Tück
Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

Lesen Sie hier
Ausgaben-Index 1972 bis heute
Chronologisch- thematische Liste aller Hefte von 1972-heute
Autoren-Index 1972 bis heute
Alphabetische Liste aller Autoren und Ihrer Artikel
Unsere Autoren
Hier erhalten Sie einen Überblick unserer Autoren.
Die internationalen Ausgaben von Communio
Internationale Ausgaben von Communio
Internationale Ausgaben von Communio finden Sie hier.
<<< zur vorherigen Ausgabe zur nächsten Ausgabe >>>
Leseprobe 3
Herbert Meier
Brief an die Schauspieler
Ich weiß, Sie sind entschlossen, Paul Claudel für das Theater neu zu entdecken. Der Augenblick ist günstig. Denn mittlerweile haben sich die Vorurteile über ihn, die seit den Pariser Unruhen 1968 in der Luft lagen, verflüchtigt. Heute scheint man zu wissen, wie dialektisch austauschbar Ideologien sind. Die meisten haben ihre alten Brillen, durch die sie Dramatiker wie Brecht und Claudel zu sehen gewohnt waren, abgelegt. Allein schon bei einem neuen, offenen Lesen ihrer Stücke zerfallen vorgeprägte Ansichten und Urteile.

Übrigens hat sich der «marxistische» Brecht einmal ironisch als den «letzten römischkatholischen Kopf» benannt. Indessen entlarvt der «erzkatholische» Claudel in seinem Stück «Das harte Brot» den Kapitalismus radikaler als Brecht eine kirchliche Ideologie in seinem «Leben des Galilei». In Frankreich hat Bernard Sobel, bekennender Marxist, 2001 «L’Otage» («Die Geisel») inszeniert und im Programmbuch einiges aus dem «Kommunistischen Manifest» zitiert. Olivier Py, praktizierender Katholik, brachte 2003 in Straßburg den «Seidenen Schuh» ungekürzt auf die Bühne. Eine Wiederentdeckung des großen Dramatikers ist im Gange. Zur selben Zeit wie Olivier Py hat Stefan Bachmann in Basel mit meiner Neuübersetzung (Paul Claudel, Der seidene Schuh. Johannes Verlag Einsiedeln, Freiburg i.Br. 2003) das Gleiche gewagt und Claudel für das deutsche Theater in ein neues Licht gerückt. Nun unternehmen Sie mit ihm ein ähnliches Wagnis, Sie spielen alle drei Stücke der «Trilogie» an einem Abend. Der Dichter selbst hatte 1920 dem Pariser Theatermann Jacques Copeau vorgeschlagen, die ganze «Trilogie der Coûfontaine» aufzuführen. Es kam damals nicht dazu. [...]


Lesen Sie den kompletten Artikel in der Printausgabe.

Zurück zur Startseite

Komfortabler Online-Bereich mit Archiv-, Download- und Suchfunktion sowie komplettem Autorenregister.

Online-Ausgabe einsehen

Online-Ausgabe bestellen
Jahresverzeichnis 2021

Hier erhalten Sie das Jahresverzeichnis 2021
Verein der Freunde und Förderer Communio e.V.
Allgemeines zu unserem Verein
Sie wollen unserem Verein beitreten?
Vereinssatzung

Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Communio
Telefon: +49 (0) 711 44 06-140 · Fax: +49 (0) 711 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | AGB | Datenschutz | Impressum