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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Editorial
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
»Heilige Unruhe«
Kierkegaard notiert in seinen Tagebüchern: «Wie der Fischer, wenn er das Garn gelegt hat, im Wasser Lärm macht, um die Fische seinen Weg zu jagen und desto mehr zu fangen; wie der Jäger mit der Schar der Treiber das ganze Terrain umspannt und das Wild in der Menge aufscheucht zu der Stelle hin, wo es geschossen werden soll: so jagt Gott, der geliebt werden will, mit Hilfe von Unruhe nach dem Menschen. Das Christentum ist die intensivststärkste, die größtmögliche Unruhe, es läßt sich keine größere denken, es will - so wirkte ja Christi Leben - das Menschendasein beunruhigen vom tiefsten Grund aus, alles sprengen, alles brechen. (…) Wo einer Christ werden soll, da muß Unruhe sein; und wo einer Christ geworden ist, da wird Unruhe.»

Der dänische Philosoph opponiert mit solchen Sätzen gegen ein Christentum, das ins Behagliche, allgemein Fromme und Tröstliche versackt ist – was eine Generation später von Nietzsche in anderer Weise verhöhnt wird. Mehr noch: Christentum wird staatstragend, wo es in seinen Ursprungszeiten, auch im Martyrium, gegen das «Große Tier» des römischen Imperiums aufgestanden war. Gegen den zeitgenössisch kompromißbereiten und moralisch gewordenen «Kulturprotestantismus» rückt Kierkegaard – auf unheimliche Weise – die Gestalt Abrahams als eines Mörders ins Blickfeld: Die religiöse Existenz suspendiert in Furcht und Zittern das sonst geltende Ethos, das Tötungsverbot, ist sie doch Gott unmittelbar ausgeliefert. Das heißt unverblümt, daß Gott auch den Dekalog außer Kraft zu setzen vermag – im Einzelfall, um einer «Prüfung» willen. Fußt das Christentum – wie das Judentum – auf dem Einzelnen, dem über alles Menschenmaß Geprüften, dem jeder Boden unter den Füßen weggezogen wird? [...]


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