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Titelcover der archivierte Ausgabe 1/2008 - klicken Sie für eine größere Ansicht
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JOACHIM HAKEJoachim Hake
Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
URSULA SCHUMACHERUrsula Schumacher
Professorin für Katholische Theologie und Religions-pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
JAN-HEINER TÜCKJan Heiner Tück
Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
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Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 3
Thomas Söding
Glaube und Vernunft
Die christliche Theologie und die universitäre Wissenschaft
Der erste Täter, dem Father Brown auf die Schliche kommt, ist ein falscher Priester. The Blue Cross heißt die Story; 1910 wurde sie erstmals publiziert. Der klerikale Detektiv, waschechter Priester aus Essex, will ein Silberkreuz, das mit Saphiren geschmückt ist, auf dem Eucharistischen Weltkongress in London ausstellen. Ein aus Frankreich flüchtiger Meisterdieb hat es auf die sakrale Pretiose abgesehen und sich eine schwarze Soutane zugelegt, um den hilfreichen Confrater zu mimen. Aber der wahre Geistliche entlarvt ihn. Was ihn auf seine Spur geführt habe, wird er vom verblüfften Verbrecher gefragt, der auf den schönen Namen Flambeau hört. Zwei Antworten bekommt er: Der hochstaplerische Luzifer habe nicht damit gerechnet, dass einem Beichtvater «human evil» in jeder Form vertraut sein müsse. «But as a matter of fact, another part of my trade, too, made me sure, you weren’t a priest». «What», asked the thief, almost gapping. «You attacked reason», said Father Brown. «It’s bad theology.»

Leider Gottes kann die Pointe nicht die Illusion nähren, wenigstens damals habe man den Klerikerstand an guter Theologie – und den Theologenstand an guter Philosophie – sicher erkennen können. Aber Gilbert Keith Chesterton, der Vater von Father Brown, gehört zu den konservativen Intellektuellen, die – wie John Henry Newman oder C.S. Lewis – im Land des common sense die Fahne der Orthodoxie gehisst haben2. Dass gute Theologie die Vernunft nicht attackiert, sondern affirmiert, ist das Pfund, mit dem sie wuchern; dass reason den Glauben nicht zerstört, sondern vertieft, die Botschaft, die sie verbreiten wollen. Tatsächlich gehört es zu den bitteren Erfahrungen des christlichen Abendlandes und des heute islamischen Morgenlandes, dass Attacken gegen die Vernunft im Namen der Religion verbrecherisch sind. Dass Attacken gegen die Religion im Namen der Vernunft geistigen Diebstahl begehen, nämlich die Kultur des Kultes berauben, ist hingegen eine Lektion, die viele westliche Intellektuelle noch vor sich haben. [...]


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