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JOACHIM HAKEJoachim Hake
Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
URSULA SCHUMACHERUrsula Schumacher
Professorin für Katholische Theologie und Religions-pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
JAN-HEINER TÜCKJan Heiner Tück
Professor für dog-
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Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 1
Erich Zenger
Der Psalter – Das Gebetbuch der Bibel
Dass es in der Bibel in Gestalt des Psalters ein Gebetbuch gibt, ist erstaunlich. Die Bibel ist doch Wort Gottes an die Menschen. Die Psalmen aber sind Worte von Menschen an und zu Gott. Gewiss kann man mit Gerhard von Rad sagen, dass die Psalmen die Antwort Israels auf JHWHs vorgängiges Handeln und Wort an Israel sind. Und unter diesem Blickwinkel sind sie Teil jener Selbstmitteilung Gottes, die in der Bibel Wort geworden ist. Sie bezeugen gewissermaßen, dass und wie Gottes Wort in Israel angekommen ist. Mehr noch, sie gehören konstitutiv zur Offenbarung, die sich als Dialog vollzieht. Gleichwohl sind die Psalmen noch in einem viel tieferen Sinn Gottes eigenes Wort an uns Menschen, weil sie uns als Teil der Bibel das rechte Beten lehren. Wenn die Jünger Jesus bitten «Herr, lehre uns beten!» (vgl. Lk 11,1), wird offenkundig, dass rechtes Beten etwas anderes ist als gemeinhin gedacht wird. Zwar ist richtig, dass wir beim Beten unser Herz ausschütten vor Gott sowie in aller Individualität und Kreativität vor Gott aussprechen, was uns gerade bewegt.

Aber vielleicht ist noch wichtiger, dass wir beim Beten die Stimmen unseres eigenen Herzens zurückdrängen, ja sogar «gegen unser eigenes Herz beten, um recht zu beten. Nicht was wir gerade beten wollen, ist wichtig, sondern worum Gott von uns gebeten sein will … Wenn also die Bibel auch ein Gebetbuch enthält, so lernen wir daraus, dass zum Worte Gottes nicht nur das Wort gehört, das er uns zu sagen hat, sondern auch das Wort, das er von uns hören will.» Der Psalter ist das Wort Gottes, durch das Gott selbst uns lehrt, wie wir beten und meditieren sollen. Deshalb hat dieses biblische Gebetbuch – zusammen mit dem Vaterunser – gegenüber allen anderen Gebetbüchern und Gebeten eine singuläre Dignität. In der Vorrede zum Neuburger Psalter hat Martin Luther 1545 diese Sonderstellung der Psalmen klassisch so formuliert: «Billig sollte ein jeder Christ, der beten und andächtig sein will, den Psalter lassen sein täglich Betbüchlein sein … Ich meine auch, wer’s sollte ein wenig versuchen mit Ernst am Psalter und Vaterunser, der sollte gar bald den andächtigen Gebetlein Urlaub geben und sagen: Ach, es ist nicht der Saft, Kraft, Brunst und Feuer, die ich im Psalter finde, es schmeckt mir zu kalt und zu hart etc.» Ich will im Folgenden versuchen, die Besonderheiten dieses privilegierten biblischen Gebetbuchs – in der gebotenen Kürze – zu skizzieren. [...]


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