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Titelcover der archivierte Ausgabe 6/2008 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 2
Jürgen Werbick
Hört Gott mich, wenn ich zu ihm rufe?
Notizen zu Bittgebet und Theodizee
1. Worte auf der Goldwaage
Wer sein Gebet ernst nimmt, legt die Gebets-Worte auf die Goldwaage: Meinen sie, was sie sagen? Kann ich sie so sprechen, in der ersten Person Singular? Können das meine Worte sein? Im Gebet kommt ans Licht, wie gewagt meine Worte sind, wenn sie sich nicht in Alltags- und Allerweltsmitteilungen erschöpfen. Vielleicht sind sie auch da noch gewagter, als ich es wahrnehme.

Wer zu sprechen anfängt «outet» sich. In dem, was er sagt, spricht er sich selbst mit aus. Und er übernimmt mehr oder weniger ausdrücklich die Verantwortung für das, was er sagt. Ist es zuverlässig? Kann man den Worten trauen; sagen sie, was der Fall ist? Treffen sie, wovon die Rede ist? Oder sind sie hohl, «ohne Substanz», nur so dahergesagt, großsprecherisch «hingestellt »? Wie gewagt ist das Sprechen, wenn es ums Äußerste geht: Ich verspreche dir. Ich verzeihe dir. Ich glaube. Ich hoffe. Ich vertraue mich dir an – Du darfst dich mir anvertrauen.

«Ich glaube, glaube ich.» So oft sage ich mehr, als ich «weiß»; mehr als das, wofür ich selbstverständlich und guten Gewissens die Verantwortung übernehmen könnte. Sage ich zu viel? Müsste ich nicht schweigen statt so zu reden? Müsste ich nicht zumindest dieses «glaube ich» hinzufügen? Ich liebe dich, glaube ich? Ich hoffe auf den Gott, der mich ins gute Leben hineinführt, glaube ich… Wer ist sich des Einsatzes schon sicher, den seine Worte aussprechen? Wer weiß, inwieweit und inwiefern er in den Worten «drin ist», die er aus sich heraus sagt? Ich habe mich selbst nicht so zur Verfügung, dass ich bedenkenlos sicher sein könnte: Ja, diese Worte sagen mich zuverlässig aus! So ist es mit mir! Wie ich es sage, so bin ich!

Und erst beim Beten! Schon wenn ich die Gebets-Anrede wage: Habe ich mich wirklich in den hinein versammelt, der jetzt sagt: Höre, Herr, du mein Gott…? [...]


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