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JOACHIM HAKEJoachim Hake
Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
URSULA SCHUMACHERUrsula Schumacher
Professorin für Katholische Theologie und Religions-pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
JAN-HEINER TÜCKJan Heiner Tück
Professor für dog-
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Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Leseprobe 3
Albert Gerhards
Im Dienst der Orthodoxie
Anmerkungen zu Joseph Ratzingers «Theologie der Liturgie»
Bei der Vorstellung der auf 16 Bände angelegten gesammelten Schriften Joseph Ratzingers am 22. Oktober 2008 wurde auf die programmatische Bedeutung des zuerst veröffentlichten Bandes mit den Schriften zur Liturgie hingewiesen, der in der Systematik der Gesamtedition nur den 11. Platz einnimmt. Der Herausgeber Bischof Gerhard Ludwig Müller betonte: «Es war der ausdrückliche Wunsch des Heiligen Vaters, mit der Liturgie zu beginnen. Wir sehen es ja auch immer wieder, welche Bedeutung Benedikt XVI. der Liturgie gibt, dem rechten Verständnis, aber auch der richtigen Feier der Liturgie als Verehrung Gottes, um so auch die theozentrische, auf Gott ausgerichtete Dimension der ganzen menschlichen Existenz sichtbar zu machen.» In seiner Präfatio «Zum Eröffnungsband meiner Schriften» begründet der Papst selbst die innere Logik der Chronologie der Herausgabe. Sie folgt der des Zweiten Vatikanischen Konzils, das das «Schema über die heilige Liturgie» an den Beginn seiner Beratungen und Beschlüsse gestellt hatte. Am 4. Dezember 1963 wurde die Liturgiekonstitution als «erste Frucht der großen Kirchenversammlung» verabschiedet. Es ist daher sicher kein Zufall, dass der umfangreiche Band mit einer Predigt abgeschlossen wird, die der damalige Kardinal am 4. Dezember 2003 im Hohen Dom zu Trier anlässlich des 40-jährigen Jubiläums eben dieser Konstitution gehalten hatte.

Der dort gehaltene Festvortrag ist ebenfalls in den Sammelband aufgenommen worden. Die Priorität der Liturgie ergibt sich für den Autor aus dem Primat Gottes gemäß dem Wort der Benediktregel «Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen» (43, 3). Die Gottesverehrung ist der Reflexion über den Glauben vorgeordnet, wie er mit seiner Exegese des Wortes «Orthodoxie» erläutert: «So ist das Lernen der rechten Weise der Anbetung – der Orthodoxie – das, was uns vom Glauben vor allem geschenkt wird». Die Prioritätensetzung in der Liturgie hat freilich auch tiefere Wurzeln in der Biographie Ratzingers: «Die Liturgie der Kirche war für mich seit meiner Kindheit zentrale Wirklichkeit meines Lebens und ist in der theologischen Schule von Lehrern wie Schmaus, Söhngen, Pascher, Guardini auch Zentrum meines theologischen Mühens geworden». In die fundamentaltheologischen Grundfrage «Warum glauben wir?» war die andere Frage nach der rechten Antwort auf Gott und damit die Frage nach dem Gottesdienst stets mit eingeschlossen. Von hier aus erklärt sich das durchgehende Interesse des systematischen Theologen Joseph Ratzinger an der Liturgie jenseits klassischer liturgiewissenschaftlicher Fragestellungen. Er gehört zu den wenigen, die stets ihre Mitzuständigkeit für die theologische Reflexion der Liturgie reklamiert und mitunter recht streitbar gegenüber der liturgiewissenschaftlichen Zunft geltend gemacht haben. Eine von ihm selbst autorisierte Zusammenstellung gesammelter Schriften zum Thema «Theologie der Liturgie» ordnet sich freilich nicht nur in die Forschungsgeschichte des Theologen Ratzinger ein, sondern ist auch vor dem Hintergrund seines fast fünfjährigen Pontifikats zu betrachten. Zwar sind nahezu alle der aufgenommenen Schriften bereits publiziert worden, doch ergibt sich in der Zusammenschau ein bisher nicht vorhandenes Gesamtbild, von dem sich Aufschlüsse über Motivation und Hintergründe der Entscheidungen im derzeitigen Pontifikat erwarten lassen.

Der Band gliedert sich in fünf Abschnitte, in die Arbeiten aus einem Zeitraum von ca. 40 Jahren eingeordnet sind. Einige frühe Arbeiten wurden nicht berücksichtigt, worauf noch zurückzukommen ist. Den ersten Abschnitt (A) bildet die bedeutendste Publikation Ratzingers zur Liturgie, seine 2000 erschienene Monographie «Der Geist der Liturgie». Das Buch löste seinerzeit eine starke Diskussion aus, von der einige, aber nicht alle Stellungnahmen des Verfassers in Teil E abgedruckt sind. Die umfangreiche Diskussion kann im Rahmen dieses Beitrags nicht wiedergegeben werden. [...]


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