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Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
URSULA SCHUMACHERUrsula Schumacher
Professorin für Dogmatik an der Universität Luzern
JAN-HEINER TÜCKJan Heiner Tück
Professor für dog-
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Editorial
Julia Knop
Sozialgeschichtlich nimmt die Familie in Europa ihren Weg von einer größeren Hausgemeinschaft von Verwandten mehrerer Generationen und Gesinde, die sich um ein einziges Ehepaar gruppieren, über eine Konzentration auf die «Kernfamilie» in der Mitte des 20. Jahrhunderts hin zu der breit ausdifferenzierten Variation von familiären (Neu-) Konstellationen, die wir heute beobachten. Die als «traditionell» empfundene Rollenverteilung des berufstätigen pater familias und seiner Ehefrau, die sich voll um Haushalt und Kinder kümmern kann, ist dabei jünger als ihr Ruf: Für den Großteil der Bevölkerung wird sie in der Wirtschaftswunderzeit überhaupt erst möglich und erstrebenswert – in der Zeit also, die auch das bis heute als Ideal verbreitete Familienbild aus einem Ehepaar und seinen leiblichen Kindern prägte und reell verwirklichte.

Viele Eltern der Gegenwart sehen in dieser Rollenverteilung angesichts vergleichbarer beruflicher Chancen für Männer und Frauen allerdings für denjenigen, der den häuslichen Part übernimmt, nicht in erster Linie die Freisetzung (für die Familie), sondern den Verzicht (auf den Beruf). Die meisten Frauen sind heute vor der Geburt ihres ersten Kindes wirtschaftlich unabhängig und in dieser Position nicht unzufrieden. Not und Notwendigkeit der einvernehmlichen Abstimmung zwischen Eltern potenzieren sich. Heutige Eltern suchen daher neue Wege, um Familienleben und Erwerbsarbeit zu vereinbaren und die Partnerbeziehung zu gestalten. Sie sind aber auch neuen Zwängen und Unsicherheitsfaktoren unterworfen. Die erforderte Flexibilität und die Unsicherheit der Berufswelt stellen den ehelichen und familiären Zusammenhalt vor erhebliche Herausforderungen. Nicht immer reicht ein Einkommen, um das Auskommen einer Familie, zumal mit mehreren Kindern, zu sichern. Die zunehmende Auflösung der elterlichen Bindung, in deren Folge viele Väter oder Mütter ihre Kinder allein oder in neu zusammengesetzten Konstellationen erziehen und versorgen, trägt ein Übriges zur emotionalen und wirtschaftlichen Destabilisierung der Familie bei. Ehe und Elternschaft werden zu kalkulierten Größen in einem bestimmten Zeitfenster der Biographie. Selbst die Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, dass Mädchen und Jungen ihre Kindheit und Jugend mit schulischer Bildung und Spiel in der Herkunftsfamilie verbringen können, ist gebrochen, da das Zusammenleben von Eltern und Kindern in einem Haushalt eben keine Selbstverständlichkeit (mehr) ist – wenn auch aus ganz anderen Gründen als etwa zur Zeit der Industrialisierung. [...]


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