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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Editorial
Herbert Schlögel
Arbeit – in vielfältiger Beziehung
Arbeit – mit vielfältigen Verbindungen und Assoziationen ist dieses Wort verbunden: Arbeitsplatz, -zeit, -vermittlung, -losigkeit, -klima u. a. Im Wort Arbeit spiegeln sich auch gesellschaftliche Veränderungen wider, wenn früher von Arbeiterschaft und heute von Belegschaft gesprochen wird, und aus dem Arbeiter ein Mitarbeiter bzw. eine Kollegin im Team geworden ist. Gegenwärtig gilt es auch nicht, Arbeit und Familie, sondern Beruf und Familie zu vereinbaren, wobei selbstverständlich die Erwerbsarbeit gemeint ist.

Wie schwierig für die Kirche das Thema Arbeit war, zeigte sich in der Vergangenheit beim Umgang mit der Arbeiterschaft und der damit verbundenen Erfahrung, dass es der Kirche nicht gelungen war, große Teile der Arbeiterschaft zu gewinnen. «Diese beklagenswerte Tatsache findet ihren beredten Ausdruck in dem weltbekannt gewordenen Wort Pius XI. zu Cardijn, worin der Papst es als den großen Skandal des 19. Jahrhunderts beklagt, daß die Kirche die Arbeiterschaft verloren habe. Auch unser Land macht trotz der großen Leistungen des sozialen Katholizismus keine Ausnahme » (Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, Beschluß: Kirche und Arbeiterschaft. Freiburg 1976, 327). Auch wenn wir heute in einem gesellschaftlich veränderten Umfeld gegenüber der Zeit der Industrialisierung, den Umbrüchen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Globalisierung leben, bleibt der Stachel, in der Vergangenheit nur unzureichend mit dieser Herausforderung umgegangen zu sein. Aus dem vielfältigen Beziehungsfeld Arbeit werden einige Fragestellungen in diesem Themen-Heft aufgenommen. Die vorliegenden Beiträge konzentrieren sich vornehmlich auf theologisch-ethische Aspekte. Dabei geht es im Blick auf die Quellen und in Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Strömungen darum, Perspektiven für die Zukunft zu gewinnen.

Rudolf Hoppe, der sich mit der ‹Bedeutung der Arbeit› im Neuen Testament beschäftigt, weist vor allem darauf hin, dass Jesus aus der Arbeitswelt kommt und dies auch in seinen Gleichnissen zum Ausdruck bringt. Paulus, der ‹Zeltmacher›, misst ebenfalls der Arbeit einen hohen Stellenwert zu und sieht sein Verhalten als «nachahmenswertes Beispiel». Mit einem in der Frömmigkeitsgeschichte zentralen Topos «ora et labora» (bete und arbeite) setzt sich Thomas Prügl unter der Überschrift «Theologie der Arbeit im antiken und mittelalterlichen Mönchtum?» auseinander. Vor allem Benedikt steht im Mittelpunkt, der die Formel «ora et labora» selbst nicht verwendet. Sie ist aber dennoch nicht zu Unrecht eine adäquate Kennzeichnung der auf Benedikt zurückgehenden Lebensform. Arbeit, Chorgebet und Schriftbetrachtung sind dabei für Benedikt elementar. Vorrang hat dabei das Chorgebet. Aber nicht nur die Handarbeit, die bei Benedikt und anderen Klostergründungen eine wichtige Rolle spielt, ist hier zu nennen, sondern auch das Studium und die wissenschaftliche Arbeit, wie sie sich etwa bei den Dominikanern im 13. Jahrhundert als notwendig für die Verkündigung erwiesen haben. Theologisch begründet wurde dieses weiterentwickelte Verständnis des «ora et labora» von Thomas von Aquin. Er bringt diese neue Sichtweise auf die Formel: contemplari et contemplata aliis tradere – «Betrachten und das Betrachtete anderen weitergeben». [...]


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